Gehaltvolle Rezeptesammlung

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lazephyr Avatar

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Nachdem ich mich mit dem Kochbuch auseinandergesetzt habe, bin ich etwas zwiegespalten, was sich in der 3-Sterne-Bewertung wiederspiegelt.
Ich bin immer auf der Suche nach Rezepten, die ich unter der Woche schnell und unkompliziert (max. 30 Minuten) im Homeoffice zubereiten kann. Gerne vegetarisch und mit Gemüse oder Gewürzen, die ich in der Familienküche am Wochenende nicht verwenden kann. Leon Schreibers Buch war dahingehend sehr vielversprechend.

Was mir gefällt:
- Alle Rezepte sind für zwei Personen ausgelegt.
- Meistens geht die Zubereitung innerhalb von 30 Minuten.
- Die Zutaten lassen sich gut beschaffen. Manches kaufe ich im Asiamarkt, den Rest gibt es im Supermarkt.
- Besondere Zutaten wie Misopaste oder Panko werden für mehrere Rezepte benötigt, so dass man sie auch aufbrauchen kann.
- Einige Rezepte haben einen asiatischen Einschlag, was ich sehr gerne mag.
- Die Gewürzmischungen am Anfang finde ich super.
- Die Essensfotos sind ansprechend.

Was mir nicht gefällt:
- Viele Rezepte sind sehr gehaltvoll: 200g Sahne, 200g Ricotta, 400g Kokosmilch, etc. sind für zwei Personen sehr viel.
- Die Zutatenmengen sind bei manchen Rezepten für zwei Personen recht viel.
- Es gibt keine Nährwertangaben oder Markierungen, die vegetarische Gerichte schnell erkennen lassen. Das ist für mich heute Standard.
- Die Reihenfolge der Anleitungen sind nicht unbedingt anfängerfreundlich. Wenn man das Gemüse erst dann schneidet, wenn es im Rezept steht, brennt der Rest schon an. Oder plötzlich steht da "die vorgekochten Nudeln". Wenn man sie nicht vorgekocht hat, stimmt zeitlich nichts mehr.
- Die 15-Minuten-Rezepte sind eher Marketing als realistisch von der Zeit her. Mir wäre eine ehrliche Zeitangabe (inkl. Nudeln vorkochen, Vorbereitungen wie Gemüse schneiden, etc.) lieber.
- Das Layout des Buchs ist sehr lieblos. Ich verstehe die Anspielungen auf Instagram, aber die vielen leeren Rahmen und die verstreuten Emojis machen eher einen unmotivierten Eindruck. GU kann das eigentlich besser.
- Zu einem richtigen Kochbuch gehören für mich mehr Texte: Vorwort, Beweggründe, Hintergründe, Infos zu Lebensmitteln, Kapiteleinführungstexte usw. Ich lese das wirklich gerne und das fehlt mir alles. Das Buch ist eher eine gedruckte Rezeptesammlung als ein Kochbuch.

Fazit:
Ich habe mir von den ca. 80 Rezepten 14 markiert. Viele von den übrigen fallen bei mir aufgrund des hohen Fettgehalts raus. Diese 14 werde ich ausprobieren und, wenn sie mir gefallen, herausschreiben. Zwei habe ich bereits getestet: eins werde ich wieder machen. Das andere war ok, aber trotz reduzierter Menge an Kokosmilch immer noch sehr mächtig und in Summe nicht überzeugend. Das werde ich nicht wiederholen.
Wenn ich alle 14 Rezepte getestet habe, darf das Buch weiterziehen. Einen festen Platz bei meinen Kochbüchern wird es nicht haben.