Gute Ideen, aber nicht alle Rezepte überzeugen

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la calavera catrina Avatar

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Das Buch startet mit kurzen Hinweisen zum grundlegenden Vorrat, Zubehör und Rezepten für drei Gewürzmischungen, die den Gerichten das gewisse Extra geben sollen. Ganz ohne großes Drumherum. Danach folgen 7 Kategorien. Mit 80 Rezepten ist für jeden etwas dabei:
15-Minuten-Gerichte, Ofengerichte, One-Pot-Gerichte, Bowls, Meal Prep, Soulfood und Nachspeisen. In der Ausklappbroschur vorne und hinten finden sich vier Menüvorschläge für ein Date, Besuch von Freunden oder eine vegetarische und proteinreiche Ernährungsweise.
Der Aufbau ist schlicht und funktional – ohne Nährwert- oder Ernährungsangaben. Die Rezepte sind meist für zwei Personen ausgelegt und enthalten Angaben zur Zubereitungszeit, den Zutaten sowie eine nummerierte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Das Register am Ende erleichtert das schnelle Auffinden der Gerichte.

Farblich finde ich die Gestaltung sehr ansprechend. Allerdings hätten mir statt überflüssiger Textblasen wie „Mmmh… so gut“ oder „Ich bin Fan“ mehr Tipps, Ideen oder Variationen vom Autor gefallen – die hätten definitiv noch Platz gefunden.

Die Zubereitung ist überwiegend wirklich easy, aber die Gerichte konnte mich nicht alle überzeugen. Auf den Basics lässt sich aber mit Ausprobieren aufbauen. Am besten haben mir die Bowl-Rezepte gefallen, während die modernen Interpretationen echter Klassiker meistens durchgefallen sind. Handbrot mit Pizzateig aus dem Kühlregal beispielsweise kommt geschmacklich nicht annähernd an das Original heran.

Einige ungewöhnliche Zutaten wie helle Misopaste oder Orangenessig waren zumindest im gut sortierten Großsupermarkt-Sortiment zu finden.

Der Einband hat mir nicht gefallen, da ich gebundene Ausgaben bevorzuge – kartonierte Ausgaben erweisen sich oft als unpraktisch. Zudem ist der Kaufpreis von 26 Euro dafür hoch angesetzt.

„Koch! Mich! Jetzt!“ ist ein Kochbuch für jene, die es einfach und schnell wollen und denen es an Ideen und Erfahrung fehlt. Gut geeignet für den Feierabend und das Vorkochen.
Gutes Gestaltungskonzept und solide Basics, aber die Rezepte sind ausbaufähig. Neben Highlights gab es auch ein paar Nieten. Ansonsten kommen alle auf ihre Kosten, die Nudeln, Käse und Soulfood lieben und den süßen Kick in Gerichten schätzen.