Kokoro - Eine schöne Begegnung mit sich selbst
Wie finden wir Ruhe und Schönheit im Chaos? Wie gelingt es, die Vergangenheit loszulassen und die ständige Sorge um die Zukunft zu beenden? Fragen wie diese begleiten uns oft leise im Hintergrund – und stehen doch im Zentrum unseres Daseins. Gedanken, die sich um das Rätsel namens Leben kreisen, sind auch mir vertraut. Die Japanologin Beth Kempton nimmt auf eine sehr persönliche Reise mit, um in ihrer eigenen schwierigen Lebensphase Antworten auf diese Fragen zu finden, die alle mit dem Kokoro zu tun haben - einer Lebensphilosophie, die aus Japan stammt und für die es nicht 'die eine' Definition gibt.
Auf ihrer Pilgerreise im ländlichen Japan begegnet Kempton den unterschiedlichsten Menschen, vom Taxifahrer über eine Bio-Restaurantbetreiberin bin hin zu einem Noh-Darsteller und einem Zen-Meister. Diese Begegnungen fand ich durchweg bereichernd, da alle eine interessante und inspirierende Sichtweise auf das Leben und das Verständnis von Kokoro hatten. Aus diesen Begegnungen entstanden insgesamt 12 Grundsätze, denen jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Am Ende eines Kapitels finden sich neben der Zusammenfassung des Prinzips Gedankenanstöße oder Schreibanregungen.
Kokoro ist ein sanftes Buch, das im langsamen Tempo Themen ergründet, denen man zuvor möglicherweise noch nie oder nicht genug Beachtung geschenkt hat. Daher wird man sich in den unterschiedlichen Phasen der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, repräsentiert durch die drei heiligen japanischen Berge Dewa Sanzan, unterschiedlich stark wiederfinden. Ich empfand das Buch in keinster Weise als belehrend, indem mit erhobenem Zeigefinger, der Masterplan für ein erfülltes Leben beschrieben wird. Man wird an die Hand genommen, zum Reflektieren über das eigene aktuelle und vergangene Leben eingeladen und erhält Denkanstöße durch die Sichtweisen interessanter Persönlichkeiten. Ich habe mir Sätze an unterschiedlichsten Stellen herausgeschrieben, die mich besonders ansprachen. Darunter ist beispielsweise eine Stelle, die in wunderschönen Worten aufzeigt, dass auch in einfachen Tätigkeiten Erfüllung zu finden ist.
Wenn wir ein Leben mit Herz-Achtsamkeit führen,
erfüllt uns das Arrangieren von Blumen mit Freude,
indem wir erahnen, dass wir gerade weit
mehr arrangieren.
Es muss nicht immer schneller, weiter, besser als früher sein. Anstatt das vergangene Ich zu verurteilen (Dieses oder jenes würde ich heute besser machen, diese oder jene Entscheidung war falsch…), sollte man Mitgefühl aufbringen und „die Person ehren, die wir in jeder Phase waren, denn diese Person hat mit den Informationen, die ihr in einer bestimmten Situation zur Verfügung standen, das Bestmögliche getan.“ Frieden schließen mit sich selbst ist somit ebenso wichtiger Teil des Kokoro.
Kemptons persönliche Geschichte ist so nahbar und menschlich erzählt, dass man große Anteilnahme geprägt von Trauer, Freude, Neugier auf das Leben, Loslassen und Neuanfang verspürt. Das Cover wirkt dabei so still und geerdet und strahlt gerade durch seine Schlichtheit eine unglaubliche Ruhe aus, die man der Autorin und dem eigenen Kokoro wünscht.
Das Buch ist eine schöne Begegnung mit sich selbst. Es ist kein Buch, das man einmal schnell durchliest und wieder vergisst. Es lässt zwischendurch innehalten, um in sich hineinzuhorchen und eigene Emotionen zu ergründen. Es ist ein Buch, das nicht laut spricht und gerade deshalb viel zu sagen hat. Und es ist eines dieser Bücher, die man wie einen guten Freund gerne um sich hat und Zeit mit verbringt.
Auf ihrer Pilgerreise im ländlichen Japan begegnet Kempton den unterschiedlichsten Menschen, vom Taxifahrer über eine Bio-Restaurantbetreiberin bin hin zu einem Noh-Darsteller und einem Zen-Meister. Diese Begegnungen fand ich durchweg bereichernd, da alle eine interessante und inspirierende Sichtweise auf das Leben und das Verständnis von Kokoro hatten. Aus diesen Begegnungen entstanden insgesamt 12 Grundsätze, denen jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Am Ende eines Kapitels finden sich neben der Zusammenfassung des Prinzips Gedankenanstöße oder Schreibanregungen.
Kokoro ist ein sanftes Buch, das im langsamen Tempo Themen ergründet, denen man zuvor möglicherweise noch nie oder nicht genug Beachtung geschenkt hat. Daher wird man sich in den unterschiedlichen Phasen der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, repräsentiert durch die drei heiligen japanischen Berge Dewa Sanzan, unterschiedlich stark wiederfinden. Ich empfand das Buch in keinster Weise als belehrend, indem mit erhobenem Zeigefinger, der Masterplan für ein erfülltes Leben beschrieben wird. Man wird an die Hand genommen, zum Reflektieren über das eigene aktuelle und vergangene Leben eingeladen und erhält Denkanstöße durch die Sichtweisen interessanter Persönlichkeiten. Ich habe mir Sätze an unterschiedlichsten Stellen herausgeschrieben, die mich besonders ansprachen. Darunter ist beispielsweise eine Stelle, die in wunderschönen Worten aufzeigt, dass auch in einfachen Tätigkeiten Erfüllung zu finden ist.
Wenn wir ein Leben mit Herz-Achtsamkeit führen,
erfüllt uns das Arrangieren von Blumen mit Freude,
indem wir erahnen, dass wir gerade weit
mehr arrangieren.
Es muss nicht immer schneller, weiter, besser als früher sein. Anstatt das vergangene Ich zu verurteilen (Dieses oder jenes würde ich heute besser machen, diese oder jene Entscheidung war falsch…), sollte man Mitgefühl aufbringen und „die Person ehren, die wir in jeder Phase waren, denn diese Person hat mit den Informationen, die ihr in einer bestimmten Situation zur Verfügung standen, das Bestmögliche getan.“ Frieden schließen mit sich selbst ist somit ebenso wichtiger Teil des Kokoro.
Kemptons persönliche Geschichte ist so nahbar und menschlich erzählt, dass man große Anteilnahme geprägt von Trauer, Freude, Neugier auf das Leben, Loslassen und Neuanfang verspürt. Das Cover wirkt dabei so still und geerdet und strahlt gerade durch seine Schlichtheit eine unglaubliche Ruhe aus, die man der Autorin und dem eigenen Kokoro wünscht.
Das Buch ist eine schöne Begegnung mit sich selbst. Es ist kein Buch, das man einmal schnell durchliest und wieder vergisst. Es lässt zwischendurch innehalten, um in sich hineinzuhorchen und eigene Emotionen zu ergründen. Es ist ein Buch, das nicht laut spricht und gerade deshalb viel zu sagen hat. Und es ist eines dieser Bücher, die man wie einen guten Freund gerne um sich hat und Zeit mit verbringt.