Zuweilen etwas esoterisch angehaucht
Die britische Japanologin Beth Kempton ergreift angesichts einer schwierigen Trauerphase und einer aufkeimenden Midlife Crisis die Gelegenheit und geht in Japan pilgernd dem Kokoro auf den Grund. Ein schwer zu fassender Begriff irgendwo zwischen Herz, Seele und Geist. Viele von Kemptons Gedanken haben mich sehr abgeholt, insbesondere ihre Fragen zum Alter und alles rund um den Verlust ihrer Mutter und den Umgang fand ich spannend und ergreifend. Am Ende eines Kapitels lädt sie immer zum Mitdenken und Nachvollziehen im eigenen Leben ein. Wie lassen sich die dargestellten japanischen Weisheiten in ein europäisches Alltagsleben transportieren? Leider finde ich die Erzählungen aus Japan streckenweise zu esoterisch bishin zu religiös formuliert für meine eigene Art, die Dinge der Welt zu betrachten. Andere wird sie jedoch bestimmt genau damit abholen.