Ein Buch, das Neurodivergenz kindgerecht erklärt
Ich habe mich bei Vorablesen auf Konfetti im Kopf beworben, weil mein Sohn Autismus mit ADS (ohne Hyperaktivität) hat und viele der beschriebenen Merkmale sich überschneiden: mangelnde Konzentration, fehlende Organisation, Chaos im Kopf, Reizüberflutung. Als Mutter suche ich seit Jahren nach Büchern, die diese Themen kindgerecht erklären, ohne sie zu vereinfachen oder zu dramatisieren. Doch der Markt ist dünn. Es gibt Ratgeber für Erwachsene, pädagogische Fachliteratur oder Bilderbücher für die ganz Kleinen – aber fast nie Bücher, die Kinder selbst lesen können, um ihre eigene Neurodivergenz zu verstehen. Genau deshalb hat mich dieses Buch so positiv überrascht.
Doreen Aldugan schafft es, komplexe Inhalte verständlich zu machen, ohne sie zu verwässern. Das Buch ist klar gegliedert und führt Schritt für Schritt durch die wichtigsten Bereiche: Was ist AD(H)S, wie funktioniert das Gehirn, welche Routinen helfen im Alltag. Besonders gelungen fand ich den Vergleich mit der Konfettimaschine im Kopf. Mein Sohn konnte dieses Bild sofort greifen. Er hat direkt Situationen aus seinem Alltag damit verknüpft und verstanden, warum manche Tage reibungslos laufen und an anderen plötzlich „Stau auf dem Fließband“ entsteht. Dieses Bild begleitet uns seitdem im Alltag und hilft ihm, seine Gefühle und Überforderungen besser einzuordnen.
Viele der vorgeschlagenen Strategien nutzen wir bereits, aber wir konnten auch einiges Neues mitnehmen – vor allem für die Hausaufgaben und das Etablieren neuer Routinen. Ich schätze sehr, dass der Text so geschrieben ist, dass Kinder selbst darin lesen und sich die Ideen heraussuchen können, die zu ihnen passen. Das vermittelt Selbstwirksamkeit und stärkt das Selbstvertrauen, ganz anders als klassische Elternratgeber, bei denen Kinder nur das fertige Ergebnis präsentiert bekommen.
Ein echtes Highlight ist das kindgerechte Glossar am Ende, in dem wichtige Begriffe wie Reizüberflutung oder Neurodivergenz erklärt werden. Dazu kommen kleine Textkästen mit Informationen für Eltern sowie Impulsen der Diplom‑Psychologin Anke Kaupp, die in wenigen Sätzen Klarheit schaffen und Hintergründe verständlich machen. Die Illustrationen von Emily Claire Völker runden das Buch ab. Sie sind stimmungsvoll, erklärend und helfen besonders Kindern, die visuelle Reize brauchen, beim Verstehen. Viele Szenen sind aus dem Alltag gegriffen und schaffen sofort Nähe.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Manche Seiten sind sehr voll und können Kinder mit AD(H)S schnell überfordern. Das Auge springt von einem Punkt zum nächsten, was ermüdend wirken kann. Trotzdem überwiegt der positive Gesamteindruck deutlich.
Fazit: Konfetti im Kopf ist eines der wenigen Bücher, das Kinder wirklich dort abholt, wo sie stehen. Es erklärt, stärkt, begleitet und gibt ihnen das Gefühl, verstanden zu werden. Für uns war es ein wertvoller Gewinn – sowohl emotional als auch praktisch im Alltag.
Doreen Aldugan schafft es, komplexe Inhalte verständlich zu machen, ohne sie zu verwässern. Das Buch ist klar gegliedert und führt Schritt für Schritt durch die wichtigsten Bereiche: Was ist AD(H)S, wie funktioniert das Gehirn, welche Routinen helfen im Alltag. Besonders gelungen fand ich den Vergleich mit der Konfettimaschine im Kopf. Mein Sohn konnte dieses Bild sofort greifen. Er hat direkt Situationen aus seinem Alltag damit verknüpft und verstanden, warum manche Tage reibungslos laufen und an anderen plötzlich „Stau auf dem Fließband“ entsteht. Dieses Bild begleitet uns seitdem im Alltag und hilft ihm, seine Gefühle und Überforderungen besser einzuordnen.
Viele der vorgeschlagenen Strategien nutzen wir bereits, aber wir konnten auch einiges Neues mitnehmen – vor allem für die Hausaufgaben und das Etablieren neuer Routinen. Ich schätze sehr, dass der Text so geschrieben ist, dass Kinder selbst darin lesen und sich die Ideen heraussuchen können, die zu ihnen passen. Das vermittelt Selbstwirksamkeit und stärkt das Selbstvertrauen, ganz anders als klassische Elternratgeber, bei denen Kinder nur das fertige Ergebnis präsentiert bekommen.
Ein echtes Highlight ist das kindgerechte Glossar am Ende, in dem wichtige Begriffe wie Reizüberflutung oder Neurodivergenz erklärt werden. Dazu kommen kleine Textkästen mit Informationen für Eltern sowie Impulsen der Diplom‑Psychologin Anke Kaupp, die in wenigen Sätzen Klarheit schaffen und Hintergründe verständlich machen. Die Illustrationen von Emily Claire Völker runden das Buch ab. Sie sind stimmungsvoll, erklärend und helfen besonders Kindern, die visuelle Reize brauchen, beim Verstehen. Viele Szenen sind aus dem Alltag gegriffen und schaffen sofort Nähe.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Manche Seiten sind sehr voll und können Kinder mit AD(H)S schnell überfordern. Das Auge springt von einem Punkt zum nächsten, was ermüdend wirken kann. Trotzdem überwiegt der positive Gesamteindruck deutlich.
Fazit: Konfetti im Kopf ist eines der wenigen Bücher, das Kinder wirklich dort abholt, wo sie stehen. Es erklärt, stärkt, begleitet und gibt ihnen das Gefühl, verstanden zu werden. Für uns war es ein wertvoller Gewinn – sowohl emotional als auch praktisch im Alltag.