Leise, gefühlvoll und einfühlsam

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lesefastalles Avatar

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Mit dem Buch „Lass uns noch bleiben“ hat Saskia Luka einen sehr einfühlsamen Roman verfasst, ein Plädoyer für einen Neubeginn, auch wenn es noch so schwierig scheint.
Nachdem Vinka Anna verlassen hat, ist ihre Welt leer, der einzige Lichtblick ist Henning, der Antiquar von nebenan, mit dem Anna täglich Kaffee trinkt und sich anschweigt.
Als Alex, der nach einer Wohnung sucht in Annas Leben tritt, beginnt langsam eine zarte Freundschaft. Alex, der selbst ein Päckchen mit sich trägt, versteht es, Anna Zeit zu geben und sich rar zu machen, wenn nötig, Anna aber auch aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen.
Gemeinsam begeben sich Anna und Alex auf die Suche nach Vinka, wo Anna auf ein Geheimnis stößt, von dem sie keine Ahnung hatte.
Sie nähert sich auch ihrer Mutter wieder an, die nach dem Tod des Vaters und dann von Annas Oma auch noch immer trauert.
Die gemeinsame Reise führt den immer fröhlichen Alex und Anna näher zusammen und die beiden erkennen, dass sie sich sehr ähnlich sind.
Ich fand die Sprache des Romans wunderbar gelungen, es steht so vieles zwischen den Zeilen, dem es nachzusinnieren gilt.
Die Charaktere sind gut und authentisch gezeichnet und ich habe die Entwicklung des Freundschaftsgeflechts genossen, das sich im Laufe der Geschichte herauskristallisiert hat.
Ich kann diese leise warmherzige Geschichte, die noch lange nachhallt nur empfehlen!