Nette 'Verlassenworden'-Kompensationsgeschichte
Nette 'Verlassenworden'-Kompensationsgeschichte. Aber auch nur nett und nicht mehr. Gute Ansätze. Eingängige Sprachbilder. Gut lesbar, aber... Es ist erst zwei Tage her, dass ich "Lass uns noch bleiben" von Saskia Luka beendet habe, ein schmales Büchlein mit knapp zweihundert Seiten, und schon beginnt die erzählte Geschichte mit ihrer leicht melancholischen Tonalität aus meiner Erinnerung zu entschwinden. Einiges ist nur angedeutet - by the way - ich meine nicht, dass alles auserzählt gehört - und die einzelnen Puzzlesteine fügen sich nicht zu einem stimmigen Ganzen. Anna besitzt einen Blumenladen in Berlin, direkt neben Hennings Antiquariat; Anna ist vor kurzem von ihrer Freundin verlassen worden; nicht nur dass Anna die Gründe nicht kennt, auch hat sie keine Ahnung, wohin die verflossenen Liebe entschwunden sein könnte; und wie das halt so ist, wenn etwas offen bleibt - es lässt Anna nicht los. Auf der Suche nach einer Bleibe betritt Alex ihren Blumenladen und damit auch Annas Leben; eine Freundschaft (und später auch mehr) entsteht und beide begeben sich auf die Suche nach Annas vergangener Liebesbeziehung; eine regelrechte Verabschiedungstour, bei der in Anna immer wieder Bilder ihrer vergangenen Liebe auftauchen; und - wie erwartet - wird aus der Verabschiedungstour für Anna ein Neubeginn. Ein Buch über Einsamkeit und Freundschaft, über das Kommen und Gehen von Beziehungen und über das kleine Alltagsglück.