Naja
Lazar hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Zwar beeindruckt das Werk durch seine extravagante, teils überbordende Sprache, doch diese stilistische Opulenz scheint häufig wichtiger als die eigentliche Handlung. Über Generationen hinweg werden Eindrücke und Gedanken skizziert, was der Erzählung eine schwermütige, fast mystische Grundstimmung verleiht – zugleich aber die Spannung mindert.
Besonders auffällig ist die Häufigkeit sexualisierter Szenen, die voyeuristisch und plakativ inszeniert wirken. Sie nehmen ein unverhältnismäßiges Gewicht ein und lassen die Darstellung des Lebens bisweilen pubertär und hormongetrieben erscheinen. Dadurch verliert das Buch an Tiefe und wirkt stellenweise plump.
Insgesamt bleibt Lazar ein sprachlich ambitioniertes, atmosphärisch dichtes Werk, das jedoch durch seine Überfrachtung und die z.T. einseitige Gewichtung der Themen nicht vollends überzeugt.
Besonders auffällig ist die Häufigkeit sexualisierter Szenen, die voyeuristisch und plakativ inszeniert wirken. Sie nehmen ein unverhältnismäßiges Gewicht ein und lassen die Darstellung des Lebens bisweilen pubertär und hormongetrieben erscheinen. Dadurch verliert das Buch an Tiefe und wirkt stellenweise plump.
Insgesamt bleibt Lazar ein sprachlich ambitioniertes, atmosphärisch dichtes Werk, das jedoch durch seine Überfrachtung und die z.T. einseitige Gewichtung der Themen nicht vollends überzeugt.