Nicht immer liegt die Würze in der Kürze
Viel wurde schon gesagt über dieses Buch, diesen Hype. Es wurde das Lieblingsbuch 2025 der unabhängigen Buchhandlungen und auch Thomas Manns Buddenbrooks wurden öfter vergleichsweise erwähnt. Hieß für mich: ich muss dieses Buch lesen.
Lázár behandelt die Geschichte, das Schicksal eines alten ungarischen Adelsgeschlechts in den Wirrungen des 20. Jahrhunderts. Mit der Geburt Lajos, Sohn des Barons und der Baronin, beginnt diese Zeit und damit der Untergang der Monarchie, erzählt über drei Generationen.
Ich erlebte eine wirklich schöne Sprache. Nicht aber schön genug, um Sätze über 10 Zeilen, teils 2 Seiten wirklich gut zu finden. Nicht zwingend der Länge wegen, die Gewolltheit hinter diesen Sätzen nahm mir ein wenig Freude.
Der historischen Kontext aber zog sich von Anfang bis Ende wirklich gut durch, einzelne Begebenheiten & Schicksalsschläge berührend eingebaut. Beispielsweise die Szene in der Pontiller nicht einmal sein Koffer gelassen wurde, hat mich unglaublich traurig gestimmt.
Dennoch hat mich dieses Buch einfach nicht durchgehend erreicht. Die Figuren waren mir leider nicht tief genug ausgearbeitet. Zu kurze Zeit standen sie jeweils im Mittelpunkt, als dass ich eine Verbindung hätte aufbauen können. Was mich aber wirklich gestört hat, ist die Verwendung des Wortes „Vergewaltiger“. „Vergewaltiger der Existenzen“, „Vergewaltiger der Privatsphäre“, etc. Ich denke, hier hätte auch ein anderes Wort den Sinn herüberbringen können. So leichtfertig damit umzugehen, empört mich.
Zum Ende bin ich versöhnlicher geworden mit diesem Buch. Oft spricht man davon, dass ein Buch seine Längen hat. Im Fall von „Lazar“ würde ich eher sagen, etwas mehr Länge und das bezogen auf Figurenentwicklung hätte zumindest für mich wahrscheinlich zu einem intensiveren, nahbarerem Leseerlebnis geführt.
Lázár behandelt die Geschichte, das Schicksal eines alten ungarischen Adelsgeschlechts in den Wirrungen des 20. Jahrhunderts. Mit der Geburt Lajos, Sohn des Barons und der Baronin, beginnt diese Zeit und damit der Untergang der Monarchie, erzählt über drei Generationen.
Ich erlebte eine wirklich schöne Sprache. Nicht aber schön genug, um Sätze über 10 Zeilen, teils 2 Seiten wirklich gut zu finden. Nicht zwingend der Länge wegen, die Gewolltheit hinter diesen Sätzen nahm mir ein wenig Freude.
Der historischen Kontext aber zog sich von Anfang bis Ende wirklich gut durch, einzelne Begebenheiten & Schicksalsschläge berührend eingebaut. Beispielsweise die Szene in der Pontiller nicht einmal sein Koffer gelassen wurde, hat mich unglaublich traurig gestimmt.
Dennoch hat mich dieses Buch einfach nicht durchgehend erreicht. Die Figuren waren mir leider nicht tief genug ausgearbeitet. Zu kurze Zeit standen sie jeweils im Mittelpunkt, als dass ich eine Verbindung hätte aufbauen können. Was mich aber wirklich gestört hat, ist die Verwendung des Wortes „Vergewaltiger“. „Vergewaltiger der Existenzen“, „Vergewaltiger der Privatsphäre“, etc. Ich denke, hier hätte auch ein anderes Wort den Sinn herüberbringen können. So leichtfertig damit umzugehen, empört mich.
Zum Ende bin ich versöhnlicher geworden mit diesem Buch. Oft spricht man davon, dass ein Buch seine Längen hat. Im Fall von „Lazar“ würde ich eher sagen, etwas mehr Länge und das bezogen auf Figurenentwicklung hätte zumindest für mich wahrscheinlich zu einem intensiveren, nahbarerem Leseerlebnis geführt.