Schräg und besonders
Lazar hat mich gleichzeitig fasziniert und auf Distanz gehalten. Sprachlich und atmosphärisch ist das Buch wirklich stark – es hat diesen eigenwilligen, leicht düsteren Sog, bei dem man ständig das Gefühl hat, dass unter der Oberfläche noch etwas Größeres brodelt. Ich habe es deshalb auch gern gelesen und wollte wissen, wohin die Geschichte führt.
Was für mich allerdings nie ganz funktioniert hat, waren die Figuren. Fast alle Charaktere wirken extrem schräg, teilweise bewusst überzeichnet oder entrückt. Das passt zwar zur Stimmung des Romans und scheint klar Teil der Idee zu sein, aber genau dadurch konnte ich emotional kaum eine echte Bindung zu irgendwem aufbauen. Ich habe die Figuren eher beobachtet als mit ihnen mitgefühlt.
Trotzdem fand ich das Buch insgesamt gut, gerade weil es sich etwas traut und eine sehr eigene Atmosphäre erschafft. Es ist definitiv kein Roman, der einem die Charaktere leicht zugänglich macht – eher einer, den man auf Distanz erlebt. Für manche macht genau das wahrscheinlich den Reiz aus, für mich blieb dadurch aber ein emotionaler Abstand bis zum Schluss.
Was für mich allerdings nie ganz funktioniert hat, waren die Figuren. Fast alle Charaktere wirken extrem schräg, teilweise bewusst überzeichnet oder entrückt. Das passt zwar zur Stimmung des Romans und scheint klar Teil der Idee zu sein, aber genau dadurch konnte ich emotional kaum eine echte Bindung zu irgendwem aufbauen. Ich habe die Figuren eher beobachtet als mit ihnen mitgefühlt.
Trotzdem fand ich das Buch insgesamt gut, gerade weil es sich etwas traut und eine sehr eigene Atmosphäre erschafft. Es ist definitiv kein Roman, der einem die Charaktere leicht zugänglich macht – eher einer, den man auf Distanz erlebt. Für manche macht genau das wahrscheinlich den Reiz aus, für mich blieb dadurch aber ein emotionaler Abstand bis zum Schluss.