Authentisch, berührend und wichtig
Mechtild Borrmann konnte mich bereits mit Titeln wie beispielsweise "Grenzgänger", "Feldpost" und "Trümmerkind" überzeugen, die Buchbeschreibung "Zeitgeschichtlicher Roman über drei Frauen in Ost- und Westdeutschland vom 2. Weltkrieg bis zum Mauerfall" gab dann den Ausschlag, auch ihr neuestes, 288 Seiten umfassendes Werk "Lebensbande" (seit dem 03. 11. 2025 unter der ISBN 978-3-426-28220-5 im Verlag Droemer Knaur) unbedingt lesen zu wollen.
Schon die Überlegung, welche Gefühlsregungen sich wohl hinter dem Gesichtsausdruck der beiden auf dem Cover abgebildeten jungen Damen verbergen, beschäftigte mich.
Nach den Zitaten
Man bereut nie, was man getan, sondern immer, was man nicht getan hat. - Marc Aurel
und
Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein. - R. W. Emerson
sowie einem kurzen, gut zu den Zitaten passendem Prolog beginnt das Buch in Kühlungsborn im Jahr 1991, als die ehemalige Krankenschwester Nora Post von der LVA Mecklenburg-Vorpommern erhält, weil ihr Rentenkonto Lücken aufweist. Dadurch leben Erinnerungen auf. Es endet 2 Jahre später erneut in dieser Stadt, gefolgt von je einem kurzgehaltenen Epilog, Danksagung und Nachwort sowie je einer Seite Werbung zu den oben bereits erwähnten früheren Romanen.
Im gewohnt ansprechenden Schreibstil wird die Lebensgeschichte dreier Frauen - Lene, Lieselotte und Nora - sowie ihrer Familien erzählt, wobei die Verfasserin dem Umgang der Machthaber zur Zeit des Nationalsozialismus' mit behinderten Menschen, vor allem Kindern (sog. "Reichssausschusskindern"(!)), besondere Aufmerksamkeit zukommen lässt. Vieles beruht wieder auf wahren Begebenheiten. Man ist regelrecht zum Mitfiebern gezwungen und gleichzeitig zutiefst berührt, als das Leben des kleinen Jungen Leo in Gefahr gerät - und weiß zugleich, dass er stellvertretend für viele andere Opfer steht. U. a. wird auch die Verschleppung weiblicher Arbeitskräfte in russische Gulags als eine Art "Reparationszahlungsanteil" thematisiert.
Solche Bücher sind wichtig, denn derartige Vorkommnisse dürfen nicht in Vergessenheit geraten!
Schon die Überlegung, welche Gefühlsregungen sich wohl hinter dem Gesichtsausdruck der beiden auf dem Cover abgebildeten jungen Damen verbergen, beschäftigte mich.
Nach den Zitaten
Man bereut nie, was man getan, sondern immer, was man nicht getan hat. - Marc Aurel
und
Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein. - R. W. Emerson
sowie einem kurzen, gut zu den Zitaten passendem Prolog beginnt das Buch in Kühlungsborn im Jahr 1991, als die ehemalige Krankenschwester Nora Post von der LVA Mecklenburg-Vorpommern erhält, weil ihr Rentenkonto Lücken aufweist. Dadurch leben Erinnerungen auf. Es endet 2 Jahre später erneut in dieser Stadt, gefolgt von je einem kurzgehaltenen Epilog, Danksagung und Nachwort sowie je einer Seite Werbung zu den oben bereits erwähnten früheren Romanen.
Im gewohnt ansprechenden Schreibstil wird die Lebensgeschichte dreier Frauen - Lene, Lieselotte und Nora - sowie ihrer Familien erzählt, wobei die Verfasserin dem Umgang der Machthaber zur Zeit des Nationalsozialismus' mit behinderten Menschen, vor allem Kindern (sog. "Reichssausschusskindern"(!)), besondere Aufmerksamkeit zukommen lässt. Vieles beruht wieder auf wahren Begebenheiten. Man ist regelrecht zum Mitfiebern gezwungen und gleichzeitig zutiefst berührt, als das Leben des kleinen Jungen Leo in Gefahr gerät - und weiß zugleich, dass er stellvertretend für viele andere Opfer steht. U. a. wird auch die Verschleppung weiblicher Arbeitskräfte in russische Gulags als eine Art "Reparationszahlungsanteil" thematisiert.
Solche Bücher sind wichtig, denn derartige Vorkommnisse dürfen nicht in Vergessenheit geraten!