Ein klar erzählter Roman über starke Frauen
Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege dreier Frauen - Lene, Nora und Lieselotte - deren Schicksale sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder berühren. Der Erzählstil ist klar und unaufgeregt, was es mir leicht gemacht hat, den verschiedenen Perspektiven zu folgen, ohne dass die Handlung überladen oder zu dramatisch wirkt. Schon nach wenigen Kapiteln war ich so in die Geschichten der Frauen vertieft, dass ich die Zeit und die unterschiedlichen Schauplätze beinahe vergessen habe.
Besonders beeindruckend fand ich die Schilderungen der Zeit im Gulag und wie die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen dadurch gestärkt wird. Die Szenen sind eindringlich beschrieben, ohne übertrieben zu wirken und die Verbindung von historischen Fakten mit den fiktiven Lebenswegen gibt der Geschichte Tiefe und macht die Zeitgeschichte für mich sehr greifbar.
Einige Dinge haben mich jedoch etwas gestört, weshalb ich vier statt fünf Sterne vergebe. An manchen Stellen wirkte die Erzählung etwas langgezogen, da sich Handlungselemente aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholen und der Lesefluss dadurch leicht gebremst wird. Auch hätte ich mir bei einigen Figuren noch mehr Einblicke in ihre Gefühle gewünscht, um ihre Entscheidungen und Entwicklungen noch intensiver nachfühlen zu können.
Insgesamt ist "Lebensbande" für mich ein bewegender, gut recherchierter Roman über Freundschaft, Mut und die Kraft von Beziehungen in schwierigen Zeiten. Die Geschichte hat mich über weite Strecken gefesselt und immer wieder zum Nachdenken gebracht, vor allem darüber, wie unterschiedlich Menschen auf große Herausforderungen reagieren. Für Leserinnen und Leser, die persönliche Geschichten im Kontext großer Geschichte schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine lohnende Lektüre.
Besonders beeindruckend fand ich die Schilderungen der Zeit im Gulag und wie die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen dadurch gestärkt wird. Die Szenen sind eindringlich beschrieben, ohne übertrieben zu wirken und die Verbindung von historischen Fakten mit den fiktiven Lebenswegen gibt der Geschichte Tiefe und macht die Zeitgeschichte für mich sehr greifbar.
Einige Dinge haben mich jedoch etwas gestört, weshalb ich vier statt fünf Sterne vergebe. An manchen Stellen wirkte die Erzählung etwas langgezogen, da sich Handlungselemente aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholen und der Lesefluss dadurch leicht gebremst wird. Auch hätte ich mir bei einigen Figuren noch mehr Einblicke in ihre Gefühle gewünscht, um ihre Entscheidungen und Entwicklungen noch intensiver nachfühlen zu können.
Insgesamt ist "Lebensbande" für mich ein bewegender, gut recherchierter Roman über Freundschaft, Mut und die Kraft von Beziehungen in schwierigen Zeiten. Die Geschichte hat mich über weite Strecken gefesselt und immer wieder zum Nachdenken gebracht, vor allem darüber, wie unterschiedlich Menschen auf große Herausforderungen reagieren. Für Leserinnen und Leser, die persönliche Geschichten im Kontext großer Geschichte schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine lohnende Lektüre.