Frauenschicksale in Deutschland - ein sehr bewegender Roman

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pitty318 Avatar

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Mechtild Borrmann hat wieder einen Roman voller emotionaler Tiefe und berührenden Schicksale - immer angelehnt an wahre Begebenheiten - geschrieben.
Die Geschichte handelt von den drei Frauen Lene, Nora und Lieselotte, die sich in der Zeit des Dritten Reiches begegnen und durch die gestellten Aufgaben oder Notwendigkeiten wachsen, aber auch teilweise Schuld auf sich laden oder sich auch nur jahrelang schuldig fühlen, obwohl sie sich nichts zu Schulden haben kommen lassen.
Es ist die große Frage, welches Handeln ist richtig in einer Zeit in der richtiges und falsches Handeln gar nicht erkannt werden kann. Das Buch handelt aber auch von Frauenfreundschaften unter sehr schweren Bedingungen.

Ich habe es für mich gut gefunden, dass streckenweise Ereignisse zusammengefasst wurden, so waren sie nicht so schwer. Eine emotionalere Geschichte hätte mich noch viel mehr mitgenommen.

Die Autorin berichtet im Prolog, dass sie in diesem Buch verschiedene Ihr erzählte Ereignisse und Geschichten im Rahmen früherer Recherchen, für Lebensbande verwendet habe. Gewünscht hätte ich mir daher im Abspann, welche Ereignisse wahre Ereignisse sind und welche fiktiv sind.
Auch fand ich das Ende des Buches ziemlich abrupt. Das hätte ich mir anders gewünscht, ohne sagen zu können, was genau für ein Ende für mich gefehlt hat.

Trotzdem hat das Buch mir sehr gut gefallen, weil es mich in einen regelrechten Lesesog gezogen hat, ich es kaum aus der Hand legen konnte und für mich neue Aspekte ans Licht gebracht wurden. Mechthild Borrmann hat erneut Geschichte in ein spannendes Buch verpackt. Daher empfehle ich es Lesenden, die sich für diese Zeit interessieren.