Spannend durch und durch

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yvonnchen Avatar

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Das Cover hat ein warmes, zeitloses Design, das perfekt zur Geschichte passt: schlicht, aber mit Tiefe – genau wie das Buch selbst.
Borrmann erzählt die Geschichten von drei Frauen – Lene, Nora und Lieselotte (Lotte). Ihre Wege kreuzen sich vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall. Die Geschichte basiert auf Zeitzeugenberichten und greift reale historische Schicksale auf, etwa die Verfolgung sogenannter "Reichsausschusskinder" oder die Verschleppung deutscher Frauen in sowjetische Gulags. Das macht vieles erschreckend authentisch und nahbar.
Borrmanns Sprache ist echt sensibel und genau. Sie kann auch richtig große Bögen über historische Ereignisse spannen, ohne den Menschen aus den Augen zu verlieren. Einfühlsam, ohne dabei kitschig zu werden – spannender als mancher Thriller.
Die drei Frauen wirken in ihren Motiven, Ängsten und Hoffnungen durchweg echt und man kann sie gut nachvollziehen. Wer Borrmanns Werke wie Trümmerkind oder Der Geiger kennt, weiß, dass sie das kann. Und "Lebensbande" bestätigt es eindrucksvoll. Das solltest du auf jeden Fall lesen.