schweizer Krimi

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ingilu Avatar

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"Lenz" von Michael Theurillat spielt in der Schweiz. Kommissar Eschenbach hat sich eine Auszeit genommen, nach drei Monaten kehrt er zurück nach Zürich. Für ihn hat sich einiges verändert, so ist seine Tochter aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und Ivy Köhler, die eigentlich nur seine Vertretung sein sollte, bleibt dauerhaft im Dezernat. Ein Mordfall wurde für Eschenbachs Geschmack zu schnell aufgeklärt, er befasst sich eingehend mit dem Fall. Und sein Freund Lenz steht unter Terrorverdacht und verschwindet spurlos.

Ich fand den Krimi spannend, zum einen weil er in der Schweiz spielt mit typischen Schweizer Wörtern, zum anderen wegen der Figur des Kommissar Eschenbach. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, ich war recht schnell in der Geschichte drin, trotz der vielen verschiedenen Figuren. Allerdings war es für micch schwierig, die Beziehungen der einzelnen zu verstehen, da ich die Vorgänger nicht gelesen habe. Davon abgesehen sind die Protagonisten gut beschrieben, von Eschenbach hatte ich schnell ein umfassendes Bild. Die Handlung ist spannend, der Autor verbindet Realität mit Fiktion und streut interessante Fakten, z. B. zum Syrienkonflitk ein. Gut für den Überblick sind die Zeit- und Ortsangaben bei den Kapiteln, so kommt man nicht durcheinander. "Lenz" ist ein spannender Politkrimi den ich gern weiter empfehle.