Eine Reise durch die Pariser Modewelt mit Schwächen
3,5 Sterne
Mit "Les Bouttiers" läd uns Antonia Wesseling zu einem Ausflug in die Pariser Modewelt ein. Eine Welt, die nach außen hin geprägt ist von Glanz und Glamour, die hinter den Kulissen aber auch Geschichten über Rivalität, Selbstzweifel und Familiengeheimnisse erzählt.
Im Fokus stehen die zwei rivalisierenden Pariser Modehäuser, das Haus Les Bouttiers und das Haus Le Blanc. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten.
Elodie gehört zu den Bouttiers. Sie hat durch einen schlimmen Unfall vor einigen Jahren ihre Mutter verloren, wonach sie und ihre Familie Paris den Rücken gekehrt haben. Nach vielen Jahren kehrt sie wieder zurück und hat zu Beginn Schwierigkeiten, sich in der nun fremden Pariser Modewelt einzuleben und ihren Platz in der Welt zu finden. Doch nach und nach wird sie sich bewusst, dass sie trotz allem eine Bouttier und fest mit der Modewelt verbunden ist.
Gabriel wurde von den Bouttiers adoptiert und ist Elodies Adoptiv-Cousin. Er widmet sich mit Herz und Seele seiner Arbeit im Modehaus. Nach außen wirkt er stets beherrscht und oftmals emotionslos. Doch wie so oft versucht er so nur, seine wahren Gefühle, allen voran die Angst vor dem persönlichen Scheitern, zu verbergen. Als Elodie zurückkehrt, reißt das bei ihm alte Wunden auf. Als Kinder waren die beiden unzertrennlich, doch nach ihrer Abreise brach der Kontakt ab. Nun ist sie wieder zurück und stellt Gabriels Leben auf den Kopf.
Der dritte Protagonist, Adam Le Blanc, ist der Erbe des größten Konkurrenten. Adam ist von seinem Vater mit einem Wert groß gezogen worden: Es zählt einzig und allein der Erfolg. Und um erfolgreich zu sein, sind alle Mittel recht. Doch als er auf Elodie trifft, fängt er an, sein bisheriges Handeln und seinen Charakter zu hinterfragen.
Zwischen den dreien entwickelt sich ein Love Triangle, in welchem Elodie sich der Frage stellen muss, wem sie vertrauen kann und was sie wirklich fühlt. Für mein Empfinden hat dieses Love Triangle einiges an ungenutzem Potential. Allen voran die Beziehung zu Gabriel kam mir zu plötzlich und ohne, dass ich die Nähe und das Prickeln zwischen den beiden spüren konnte. Die beiden haben sich jahrelang nicht gesehen, ignorieren sich erstmal und plötzlich ist die Anziehung da. Auch ist die Beziehung der drei Protagonisten über weite Teile des Buches nicht wirklich ein Triangle. Denn entweder hat Elodie nur Augen für Adam oder für Gabriel. Das Gefühl, sich zwischen den beiden entscheiden zu müssen, hat sie zu keinem Zeitpunkt.
Mit Elodies Charakter bzw. ihrem Verhalten, gerade zu Beginn des Buches, bin ich nicht warm geworden. Sie war lange Zeit nicht in Paris und kennt sich mit den Machenschaften der rivalisierenden Modehäuser nicht aus. Doch auch nachdem sie mehrmals von Gabriel vor den Le Blancs gewarnt wurde, macht sie einfach weiter und bringt so das ganze Modehaus ihrer Familie in Gefahr. Dieses Verhalten fand ich sehr unreif und ihrem Alter nicht angepasst.
Neben der Liebesgeschichte steht vor allem die Familie im Vordergrund. Hier spielt sich vieles hinter den Kulissen ab und wie in jeder guten Familie haben auch die Bouttiers einige Geheimnisse. Insbesondere das Leben und der Tod von Elodies Mutter wirft einige Fragen auf. Aber am Ende des Buches ist es eine andere Person, die mit einem großen und lang gehüteten Geheimnis konfrontiert wird.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Mir haben jedoch zwischendurch die Höhepunkte gefehlt. Eine wirkliche Spannungskurve war nicht vorhanden, die Handlung ist immer auf einer ähnlichen Höhe verlaufen, bis zu dem Höhepunkt am Ende. Hier hätte ich mir noch mehr erhofft.
Mit "Les Bouttiers" läd uns Antonia Wesseling zu einem Ausflug in die Pariser Modewelt ein. Eine Welt, die nach außen hin geprägt ist von Glanz und Glamour, die hinter den Kulissen aber auch Geschichten über Rivalität, Selbstzweifel und Familiengeheimnisse erzählt.
Im Fokus stehen die zwei rivalisierenden Pariser Modehäuser, das Haus Les Bouttiers und das Haus Le Blanc. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten.
Elodie gehört zu den Bouttiers. Sie hat durch einen schlimmen Unfall vor einigen Jahren ihre Mutter verloren, wonach sie und ihre Familie Paris den Rücken gekehrt haben. Nach vielen Jahren kehrt sie wieder zurück und hat zu Beginn Schwierigkeiten, sich in der nun fremden Pariser Modewelt einzuleben und ihren Platz in der Welt zu finden. Doch nach und nach wird sie sich bewusst, dass sie trotz allem eine Bouttier und fest mit der Modewelt verbunden ist.
Gabriel wurde von den Bouttiers adoptiert und ist Elodies Adoptiv-Cousin. Er widmet sich mit Herz und Seele seiner Arbeit im Modehaus. Nach außen wirkt er stets beherrscht und oftmals emotionslos. Doch wie so oft versucht er so nur, seine wahren Gefühle, allen voran die Angst vor dem persönlichen Scheitern, zu verbergen. Als Elodie zurückkehrt, reißt das bei ihm alte Wunden auf. Als Kinder waren die beiden unzertrennlich, doch nach ihrer Abreise brach der Kontakt ab. Nun ist sie wieder zurück und stellt Gabriels Leben auf den Kopf.
Der dritte Protagonist, Adam Le Blanc, ist der Erbe des größten Konkurrenten. Adam ist von seinem Vater mit einem Wert groß gezogen worden: Es zählt einzig und allein der Erfolg. Und um erfolgreich zu sein, sind alle Mittel recht. Doch als er auf Elodie trifft, fängt er an, sein bisheriges Handeln und seinen Charakter zu hinterfragen.
Zwischen den dreien entwickelt sich ein Love Triangle, in welchem Elodie sich der Frage stellen muss, wem sie vertrauen kann und was sie wirklich fühlt. Für mein Empfinden hat dieses Love Triangle einiges an ungenutzem Potential. Allen voran die Beziehung zu Gabriel kam mir zu plötzlich und ohne, dass ich die Nähe und das Prickeln zwischen den beiden spüren konnte. Die beiden haben sich jahrelang nicht gesehen, ignorieren sich erstmal und plötzlich ist die Anziehung da. Auch ist die Beziehung der drei Protagonisten über weite Teile des Buches nicht wirklich ein Triangle. Denn entweder hat Elodie nur Augen für Adam oder für Gabriel. Das Gefühl, sich zwischen den beiden entscheiden zu müssen, hat sie zu keinem Zeitpunkt.
Mit Elodies Charakter bzw. ihrem Verhalten, gerade zu Beginn des Buches, bin ich nicht warm geworden. Sie war lange Zeit nicht in Paris und kennt sich mit den Machenschaften der rivalisierenden Modehäuser nicht aus. Doch auch nachdem sie mehrmals von Gabriel vor den Le Blancs gewarnt wurde, macht sie einfach weiter und bringt so das ganze Modehaus ihrer Familie in Gefahr. Dieses Verhalten fand ich sehr unreif und ihrem Alter nicht angepasst.
Neben der Liebesgeschichte steht vor allem die Familie im Vordergrund. Hier spielt sich vieles hinter den Kulissen ab und wie in jeder guten Familie haben auch die Bouttiers einige Geheimnisse. Insbesondere das Leben und der Tod von Elodies Mutter wirft einige Fragen auf. Aber am Ende des Buches ist es eine andere Person, die mit einem großen und lang gehüteten Geheimnis konfrontiert wird.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Mir haben jedoch zwischendurch die Höhepunkte gefehlt. Eine wirkliche Spannungskurve war nicht vorhanden, die Handlung ist immer auf einer ähnlichen Höhe verlaufen, bis zu dem Höhepunkt am Ende. Hier hätte ich mir noch mehr erhofft.