Eines dieser Bücher..
Als ich „Les Buttiers“ aufgeschlagen habe, wusste ich sofort: Das wird wieder eines dieser Bücher, die man nicht einfach liest – man fühlt sie. Antonia Wesseling schafft es erneut, mich von der ersten Seite an einzusaugen. Ihr Schreibstil ist so intensiv, so nahbar, dass ich beim Lesen komplett alles um mich herum vergessen habe. Jede Seite fühlt sich an wie ein leiser Herzschlag, mal sanft, mal schmerzhaft, aber immer ehrlich. Was mich an diesem Buch besonders gefesselt hat, ist diese emotionale Tiefe, für die ich Antonias Geschichten so liebe. Die Figuren wirken nicht wie erfundene Charaktere – sie fühlen sich an wie Menschen, denen man im echten Leben begegnen könnte. Mit all ihren Brüchen, Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen. Ich habe mit ihnen gelitten, gezweifelt, gehofft und teilweise einfach nur innegehalten, weil einzelne Sätze so sehr getroffen haben, dass man sie zweimal lesen musste. „Les Buttiers“ ist kein Buch, das man schnell wieder vergisst. Es bleibt. Es hallt nach. Und genau das ist für mich das Besondere an Antonias Büchern: Sie erzählen nicht nur eine Geschichte, sie hinterlassen Spuren. Als Leserin, die ihre Werke von Herzen liebt, kann ich sagen – dieses Buch hat mich erneut daran erinnert, warum Antonia Wesseling für mich zu den Autorinnen gehört, deren Geschichten man nicht nur liest, sondern im Herzen mit sich trägt.