Licht und tiefe Schatten.

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fönbo Avatar

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Iris Wolffs Roman "Leuchtende Schatten" zieht durch eine poetische, bildstarke Sprache in ihren Bann.

Von Beginn an entfaltet sich eine magisch-sinnliche Atmosphäre, die die wachsende Verbindung zwischen den Figuren Ella und Harriet intensiv spürbar macht.

Eine genaue Beobachtung Ellas rettet Harriet beim Schwimmen aus einer lebensbedrohlichen Situation. Dieser dramatische Vorfall schmiedet ein tiefes Band zwischen den ungleichen Mädchen. Über der idyllischen Freundschaft liegt jedoch bereits ein dunkler Schatten, da Harriet ein Geheimnis verbirgt. Zudem deutet sich im Hintergrund der herannahende Zweite Weltkrieg an.

Wolff zeigt ihr Talent für leise Zwischentöne und feinfühlige Charaktere. Die Prosa strahlt Ruhe aus und transportiert dennoch emotionale Tiefe.

Dem Verlust stellt das Werk die Kraft der Erinnerung entgegen.

Ein literarischer Lese-Highlight, das nachklingt. Ein Muss für Liebhaber sprachlicher Eleganz.