Mitreißende Sprache
Auch animiert durch das ansprechende Cover habe ich die den Anfang von“ Leuchtende Schatten „ gelesen, ohne bisher etwas von Iris Wolf zu kennen , und ich muss sagen, nach der Leseprobe werde ich unbedingt auch ihre anderen Bücher lesen! Iris Wolff schildert mit einer derartigen plastischen und facettenreichen, mitreißenden Sprache nicht nur Raum und Landschaft sondern auch die Gefühlslage der Pubertierenden Ella, die halb noch verhaftet in der sorgenfreien Kindheit ist, sodass man sich dem Sog der einfühlsamen Beschreibung kaum entziehen kann. Ellas schwärmerisches Interesse - für die neue, zunächst unnahbare Mitschülerin Harriet, die eine andere Welt zu verkörpern scheint, beherrscht ihr Denken. Ein Badeunfall hebt die Distanz zwischen ihnen auf; wie sich anschließend die Beziehung zur „ realen“ Harriet entwickelt, wird interessant zu lesen sein, zumal das Nazi Regime bereits seine dunklen Schatten wirft; ein toller Anfang eines Buches das Erwachsenwerden und Freundschaft unter schwierigen Bedingungen thematisiert!