Tolle Sprache
Diese Leseprobe hat mich mit ihrer stillen, präzisen Sprache sofort verzaubert. Vom ersten Satz an, "Ich liebte Harriet vom ersten Augenblick an", liegt eine Zärtlichkeit über dem Text, die sich in jedem Detail fortsetzt, im Licht durch die Lindenblätter, in der Haltung eines Nackens, in einer sich lösenden Haarsträhne. Diese fast unmerkliche Verliebtheit der Erzählerin in ein fremdes Mädchen, das sie kaum kennt, ist mit einer solchen Behutsamkeit gezeichnet, dass ich sofort mitgefiebert habe.
Auch das Hermannstadt der Zwischenkriegszeit, mit seinen Gassen, dem Schulalltag im Mädchengymnasium, der strengen Großmutter und dem weiten Familiengeflecht, entfaltet sich mit einer Genauigkeit und Sinnlichkeit, die mich sofort in diese Welt hineingezogen hat. Besonders die kleinen Beobachtungen, wie das Wissen um das eigene Lügen am Blick, oder die Beschreibung der Zukunft als nebelverhangener Berg, haben mir gezeigt, mit welcher sprachlichen Sorgfalt hier erzählt wird.
Auch das Hermannstadt der Zwischenkriegszeit, mit seinen Gassen, dem Schulalltag im Mädchengymnasium, der strengen Großmutter und dem weiten Familiengeflecht, entfaltet sich mit einer Genauigkeit und Sinnlichkeit, die mich sofort in diese Welt hineingezogen hat. Besonders die kleinen Beobachtungen, wie das Wissen um das eigene Lügen am Blick, oder die Beschreibung der Zukunft als nebelverhangener Berg, haben mir gezeigt, mit welcher sprachlichen Sorgfalt hier erzählt wird.