Zwischen Sehnsucht und dem leisen Wissen um Vergänglichkeit
Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, nicht einfach eine Geschichte zu lesen, sondern in eine Erinnerung einzutauchen. Alles wirkt still und beinahe tastend erzählt. Die Beschreibungen der Straßen, des Hauses, des Gartens, der Brote, die jede Woche zum Bäcker gebracht werden, oder der vertrauten Abläufe in der Familie erschaffen eine Welt, die so lebendig ist, dass ich sie beim Lesen förmlich vor mir sehen konnte.
Besonders berührt hat mich Ella als Erzählerin. Sie beobachtet ihre Umgebung mit einer außergewöhnlichen Aufmerksamkeit. Als Harriet neu in die Klasse kommt, entsteht keine schnelle Freundschaft, sondern zunächst eine stille Faszination. Ella sieht nicht nur Harriets Schönheit, sondern ihre Haltung, ihre Zurückhaltung und die Einsamkeit, die hinter ihrer Selbstbeherrschung spürbar wird. Diese leisen Beobachtungen erzählen oft mehr als jede direkte Beschreibung.
Gleichzeitig schwingt durch die ganze Leseprobe eine Ahnung mit, dass diese scheinbar unbeschwerte Welt nicht bestehen bleiben wird. Während Ella sich mit den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens beschäftigt, erste Gefühle für Leo entdeckt und Harriet immer mehr in den Mittelpunkt ihrer Gedanken rückt, dringen die politischen Veränderungen langsam in den Alltag ein. Sie stehen nie laut im Vordergrund und sind gerade deshalb so bedrückend.
Am stärksten hat mich die Szene am See bewegt. Aus einem sommerlichen Nachmittag wird innerhalb weniger Augenblicke eine Situation voller Angst und Hilflosigkeit. Die Schilderung von Harriets Verschwinden unter Wasser, Ellas verzweifelter Suche und dem Moment, in dem sie Harriet schließlich wieder ins Leben zurückholt, hat mich beim Lesen regelrecht den Atem anhalten lassen. Besonders eindrucksvoll fand ich, dass diese dramatische Szene nicht effekthascherisch erzählt wird, sondern mit einer großen Ruhe und Genauigkeit. Gerade dadurch entfaltet sie ihre ganze emotionale Kraft.
Was mir an dieser Leseprobe besonders gefallen hat, ist die Sprache. Sie nimmt sich Zeit, beobachtet genau und vertraut darauf, dass kleine Gesten, Blicke und Erinnerungen eine viel größere Wirkung entfalten können als große Worte. Für mich ist das ein Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und feine zwischenmenschliche Wahrnehmungen überzeugt. Am Ende der Leseprobe blieb vor allem das Gefühl zurück, dass hier eine Geschichte beginnt, in der Liebe, Verlust und Erinnerung untrennbar miteinander verbunden sein
Besonders berührt hat mich Ella als Erzählerin. Sie beobachtet ihre Umgebung mit einer außergewöhnlichen Aufmerksamkeit. Als Harriet neu in die Klasse kommt, entsteht keine schnelle Freundschaft, sondern zunächst eine stille Faszination. Ella sieht nicht nur Harriets Schönheit, sondern ihre Haltung, ihre Zurückhaltung und die Einsamkeit, die hinter ihrer Selbstbeherrschung spürbar wird. Diese leisen Beobachtungen erzählen oft mehr als jede direkte Beschreibung.
Gleichzeitig schwingt durch die ganze Leseprobe eine Ahnung mit, dass diese scheinbar unbeschwerte Welt nicht bestehen bleiben wird. Während Ella sich mit den Unsicherheiten des Erwachsenwerdens beschäftigt, erste Gefühle für Leo entdeckt und Harriet immer mehr in den Mittelpunkt ihrer Gedanken rückt, dringen die politischen Veränderungen langsam in den Alltag ein. Sie stehen nie laut im Vordergrund und sind gerade deshalb so bedrückend.
Am stärksten hat mich die Szene am See bewegt. Aus einem sommerlichen Nachmittag wird innerhalb weniger Augenblicke eine Situation voller Angst und Hilflosigkeit. Die Schilderung von Harriets Verschwinden unter Wasser, Ellas verzweifelter Suche und dem Moment, in dem sie Harriet schließlich wieder ins Leben zurückholt, hat mich beim Lesen regelrecht den Atem anhalten lassen. Besonders eindrucksvoll fand ich, dass diese dramatische Szene nicht effekthascherisch erzählt wird, sondern mit einer großen Ruhe und Genauigkeit. Gerade dadurch entfaltet sie ihre ganze emotionale Kraft.
Was mir an dieser Leseprobe besonders gefallen hat, ist die Sprache. Sie nimmt sich Zeit, beobachtet genau und vertraut darauf, dass kleine Gesten, Blicke und Erinnerungen eine viel größere Wirkung entfalten können als große Worte. Für mich ist das ein Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre und feine zwischenmenschliche Wahrnehmungen überzeugt. Am Ende der Leseprobe blieb vor allem das Gefühl zurück, dass hier eine Geschichte beginnt, in der Liebe, Verlust und Erinnerung untrennbar miteinander verbunden sein