Berührende Geschichte über Freundschaft
Iris Wolff schreibt in ihrem neuen Roman auf berührende Weise über die Freundschaft der beiden Mädchen Harriet und Ella vor der historischen Kulisse des zweiten Weltkrieges. Dabei nehmen die Kriegsgeschehnisse nicht den Hauptpart ein, sondern verlaufen eher begleitend zur Geschichte der heranwachsenden Frauen. Der Schreibstil ist poetisch, was schön ist, aber das Werk nicht unbedingt zu einem "Pageturner" macht, sondern eher kapitelweise genossen werden kann. Es ist kein faktisch historischer Roman, aber dennoch geeignet für alle Interessierten dieser Epoche. Es finden immer wieder Berührungspunkte statt zu düsteren Themen wie Deportation, Kriegsdienst und den Entbehrungen im Alltag durch den Krieg (als Hinweis, da ich keine Triggerwarnung im Buch ausmachen konnte). Einband und Cover empfand ich für ein Taschenbuch als hochwertig.