Bewegend

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emma stjern Avatar

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Als Harriet das Klassenzimmer betritt, fühlt sich Ella gleich wie magisch von ihr angezogen. Die beiden Mädchen werden beste Freundinnen und verbringen viel Zeit miteinander. Während Ella mit ihrer Familie in einfachen Verhältnissen lebt, bewohnt Harriet mit ihrer Familie eine Villa. Doch so gegensätzlich die Umstände sind, umso tiefer die Freundschaft. Doch die politischen Umbrüche der Kriegsjahre werden spürbar. Erst scheint der Krieg noch weit weg, doch dann zieht Ellas Vater in den Krieg und die Veränderungen werden immer spürbarer; bis auch Harriets gut behütetes Geheimnis ans Licht kommt, das alles verändert.
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Ein sehr bewegender und thematisch wichtiger Roman, der die Themen Freundschaft, Loyalität, Verbundenheit, Freiheit aber auch Krieg, Verlust, Umbruch und Enttäuschung mitbringt. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Geschichte wird leise und ruhig erzählt. Die Verbundenheit der Mädchen ist gut spürbar. Zwischendurch gab es immer wieder Längen, die gleichzeitig eine Erholung von der politischen Entwicklung boten. Alles spielt in 1943-1945. Die schleichende Bedrohung und Angst dieser Zeit war während des Lesens spürbar. Irgendwie hinterlässt der Roman gemischte Gefühle. Einerseits sehr bewegend, zugleich etwas traurig, da auch in dieser tiefen Freundschaft ein Geheimnis von großer Wichtigkeit keinen Raum fand. Das offene Ende kann so oder so interpretiert werden. Ich habe den Roman gerne gelesen.