buntes im grau

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kniga Avatar

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„Leuchtende Schatten“ ist für mich ein sehr stilles und gleichzeitig berührendes Buch. Im Mittelpunkt stehen Ella und Harriet, zwei Mädchen, die eigentlich sehr unterschiedlich sind und trotzdem eine tiefe Freundschaft verbindet. Gerade diese Beziehung zwischen den beiden hat mir beim Lesen besonders gefallen. Sie wirkt nicht übertrieben oder künstlich, sondern sehr natürlich.

Am Anfang scheint ihre Welt noch einigermaßen geschützt zu sein. Der Krieg kommt immer näher und verändert das Leben der Menschen. Dazu kommt Harriets Geheimnis, das lange zwischen den beiden steht. Iris Wolff zeigt sehr gut, wie politische Ereignisse plötzlich ganz normale Menschen und Familien treffen können. Dabei wird die Geschichte aber nie zu einem typischen Kriegsroman.

Mir gefällt an Iris Wolff besonders, dass sie viele Dinge nicht laut und dramatisch erzählen muss. Oft sind es kleine Momente, Blicke oder Erinnerungen, die etwas auslösen. Ihre Sprache ist schön und manchmal fast poetisch. An einigen Stellen hätte ich mir zwar etwas mehr Tempo gewünscht, aber insgesamt passt diese ruhige Art sehr gut zur Geschichte.

„Leuchtende Schatten“ ist kein Roman, den man wegen großer Spannung liest. Es ist eher ein Buch, auf das man sich einlassen muss.