Eine Freundschaft in dunklen Zeiten
Ella wächst in den 1940er-Jahren in Siebenbürgen auf. Ihre Familie lebt gemeinsam mit ihrer Großmutter, ihrer Tante, ihrem Onkel sowie ihrer Cousine und ihrem Cousin in einem Haus, in dem das Familienleben ihren Alltag prägt. Mitten im Schuljahr kommt plötzlich Harriet neu in ihre Klasse. Vom ersten Moment an ist Ella fasziniert von dem stillen und zurückgezogenen Mädchen aus gutem Hause, obwohl Harriet so anders zu sein scheint als sie selbst.
Durch ein unerwartetes Ereignis kommen sich die beiden Mädchen schließlich näher und zwischen ihnen entwickelt sich eine enge und intensive Freundschaft. Schon bald gehen sie bei der jeweils anderen ein und aus, teilen ihren Alltag und erleben gemeinsam Ausflüge und Reisen. Es entsteht eine tiefe Verbundenheit. Doch auch vor ihrer zunächst noch behütet wirkenden Welt macht der Schrecken des Zweiten Weltkriegs nicht halt. Die politischen Ereignisse rücken näher und schließlich kommt auch ein lange gehütetes Geheimnis Harriets ans Licht.
Iris Wolff erzählt in poetischen und leisen Worten von Ellas Leben und ihrer Freundschaft zu Harriet. Ruhig und bildhaft entfaltet sie die verschiedenen Ereignisse und lässt sich dabei bewusst Zeit. Es ist kein Roman, der von seiner Spannung oder einem hohen Erzähltempo lebt. Vielmehr sind es die kleinen Momente, Beobachtungen und Veränderungen, durch die sich die Geschichte nach und nach entwickelt.
Besonders eindrücklich fand ich, wie der Roman davon erzählt, als junges Mädchen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs erwachsen zu werden. Anfangs scheint der Krieg noch weit entfernt zu sein. Doch nach und nach dringt er immer stärker in den Alltag der Menschen ein. Väter, Brüder und Freunde ziehen an die Front, während die Frauen zurückbleiben und versuchen, das Leben und die Familien zusammenzuhalten. Aus etwas scheinbar Fernem wird plötzlich eine Realität, der sich niemand mehr entziehen kann. Ideologie und Krieg verändern Familien, Beziehungen und Zukunftspläne und überschatten zunehmend die vermeintliche Sicherheit des Alltags.
Halt findet Ella in dieser unsicheren Zeit vor allem in ihrer Freundschaft zu Harriet. Zwischen den beiden scheint beinahe ein unsichtbares, magisches Band zu bestehen, das durch all die gemeinsamen Erlebnisse immer stärker wird. Umso mehr hat mich an einigen Stellen erstaunt, dass die beiden trotz dieser tiefen Verbundenheit über bestimmte Dinge nicht offener miteinander sprechen. Manchmal hätte ich mir gewünscht, noch stärker an ihren Gedanken und Gefühlen füreinander teilhaben zu können.
Fazit: Ein ruhiger Roman über eine besondere Freundschaft, das Erwachsenwerden und den Verlust in Zeiten des Krieges. Iris Wolffs poetische und bildhafte Sprache macht die Geschichte zu einer berührenden und nachdenklichen Lektüre, auch wenn mir stellenweise etwas mehr Tiefe und Offenheit zwischen den Figuren gefehlt hat.
Durch ein unerwartetes Ereignis kommen sich die beiden Mädchen schließlich näher und zwischen ihnen entwickelt sich eine enge und intensive Freundschaft. Schon bald gehen sie bei der jeweils anderen ein und aus, teilen ihren Alltag und erleben gemeinsam Ausflüge und Reisen. Es entsteht eine tiefe Verbundenheit. Doch auch vor ihrer zunächst noch behütet wirkenden Welt macht der Schrecken des Zweiten Weltkriegs nicht halt. Die politischen Ereignisse rücken näher und schließlich kommt auch ein lange gehütetes Geheimnis Harriets ans Licht.
Iris Wolff erzählt in poetischen und leisen Worten von Ellas Leben und ihrer Freundschaft zu Harriet. Ruhig und bildhaft entfaltet sie die verschiedenen Ereignisse und lässt sich dabei bewusst Zeit. Es ist kein Roman, der von seiner Spannung oder einem hohen Erzähltempo lebt. Vielmehr sind es die kleinen Momente, Beobachtungen und Veränderungen, durch die sich die Geschichte nach und nach entwickelt.
Besonders eindrücklich fand ich, wie der Roman davon erzählt, als junges Mädchen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs erwachsen zu werden. Anfangs scheint der Krieg noch weit entfernt zu sein. Doch nach und nach dringt er immer stärker in den Alltag der Menschen ein. Väter, Brüder und Freunde ziehen an die Front, während die Frauen zurückbleiben und versuchen, das Leben und die Familien zusammenzuhalten. Aus etwas scheinbar Fernem wird plötzlich eine Realität, der sich niemand mehr entziehen kann. Ideologie und Krieg verändern Familien, Beziehungen und Zukunftspläne und überschatten zunehmend die vermeintliche Sicherheit des Alltags.
Halt findet Ella in dieser unsicheren Zeit vor allem in ihrer Freundschaft zu Harriet. Zwischen den beiden scheint beinahe ein unsichtbares, magisches Band zu bestehen, das durch all die gemeinsamen Erlebnisse immer stärker wird. Umso mehr hat mich an einigen Stellen erstaunt, dass die beiden trotz dieser tiefen Verbundenheit über bestimmte Dinge nicht offener miteinander sprechen. Manchmal hätte ich mir gewünscht, noch stärker an ihren Gedanken und Gefühlen füreinander teilhaben zu können.
Fazit: Ein ruhiger Roman über eine besondere Freundschaft, das Erwachsenwerden und den Verlust in Zeiten des Krieges. Iris Wolffs poetische und bildhafte Sprache macht die Geschichte zu einer berührenden und nachdenklichen Lektüre, auch wenn mir stellenweise etwas mehr Tiefe und Offenheit zwischen den Figuren gefehlt hat.