Entwicklungen

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omami Avatar

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Iris Wolff hat auch in diesem Buch eine junge Frau beim Erwachsenwerden beschrieben. Das ist an sich nichts besonderes, aber wenn Kriegszeit ist, wenn die junge Frau in Siebenbürgen lebt, dann schon.
Wolff macht aus Banalitäten Besonderheiten. Mit ganz viel sorgfältig abgewogener Sensibilität beschreibt sie das Wunder, wenn aus jungen Mädchen junge Frauen werden, die plötzlich ihre Umwelt völlig anders wahrnehmen, die sich verlieben, die Geburt und Tod erleben und als Teil des großen Ganzen erkennen.
Viel Gefühl legt sie in die Beschreibung des Kennenlernens anderer Menschen und Freundschaften, die nicht zerbrechen, auch wenn die Gesellschaft dies wünscht.
Eine große Familie, die miteinander durch dick und dünn geht, die einander auffängt, wenn Trauer herrscht und die sich mitfreut, wenn Freude aufkommt.
Mir gefallen ganz besonders, wie Details beschrieben werden, die man sonst achtlos beiseite schiebt.
Ein schönes Cover rundet den Gesamteindruck ab und lädt zum Zugreifen ein.
Wer gerne schöne, langsame Entwicklungen mag, ist hier bestens bedient.