Es gäbe noch mehr zu erzählen
Ganz kostbar finde ich es, dass Frau Wolff ihre Geschichte im Siebenbürgen der Kriegszeit ansetzt. Ein Thema, dass ich sehr spannend finde: Wie war das Leben für Deutsche bzw. Deutschstämmige außerhalb Deutschlands als der zweite Weltkrieg ausbrach? Schlossen sie sich den Nazis an oder gingen sie auf Abstand? Hatten sie überhaupt eine Wahl? Am Beispiel von Ellas Familie wird hier die Gedankenwelt und die Haltung der Siebenbürger thematisiert. Oder eben leider nur angerissen, aus meiner Sicht.
Völlig legitim, dass sich die Autorin entschieden hat, die Freundschaft zwischen Ella und Harriet in den Vordergrund zu stellen. Mich hat es leider nicht so stark angesprochen, viele Passagen fand ich zu lang und mit wenig Aussage. Ich persönlich hätte mir sehr gewünscht, mehr von der vielschichtigen menschlichen Verflechtung zwischen Deutschen, Juden, Rumänen und Ungarn während dieser Zeit zu lesen. Auch wäre es, denke ich, hilfreich anzudeuten, warum die dortige deutsche Bevölkerung in dem Roman so klar und eindeutig mit dem Reich sympathisierte, bis dahin, dass die Männer regelrecht heiß darauf waren, in diesen Krieg zu ziehen. Der krasse Gegensatz der Lebenswelt dieser Menschen zwischen der Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn und dann, nach 1918, zu Rumänien, Dieser Stoff wäre für mich wesentlich interessanter gewesen als die oft zu intensive Beschreibung der Freundschaft dieser zwei Mädchen.
Dennoch danke an Frau Wolff für dieses Buch - ein Themenfeld, das unbedingt erzählt werden sollte.
Völlig legitim, dass sich die Autorin entschieden hat, die Freundschaft zwischen Ella und Harriet in den Vordergrund zu stellen. Mich hat es leider nicht so stark angesprochen, viele Passagen fand ich zu lang und mit wenig Aussage. Ich persönlich hätte mir sehr gewünscht, mehr von der vielschichtigen menschlichen Verflechtung zwischen Deutschen, Juden, Rumänen und Ungarn während dieser Zeit zu lesen. Auch wäre es, denke ich, hilfreich anzudeuten, warum die dortige deutsche Bevölkerung in dem Roman so klar und eindeutig mit dem Reich sympathisierte, bis dahin, dass die Männer regelrecht heiß darauf waren, in diesen Krieg zu ziehen. Der krasse Gegensatz der Lebenswelt dieser Menschen zwischen der Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn und dann, nach 1918, zu Rumänien, Dieser Stoff wäre für mich wesentlich interessanter gewesen als die oft zu intensive Beschreibung der Freundschaft dieser zwei Mädchen.
Dennoch danke an Frau Wolff für dieses Buch - ein Themenfeld, das unbedingt erzählt werden sollte.