Feinfühlig und realistisch

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treize Avatar

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Zu Beginn tat ich mir mit Iris Wolffs zweitem Roman „Leuchtende Schatten“ etwas schwer. Die vielen Namen und Figuren machten den Einstieg für mich unübersichtlich, sodass ich erst einmal Zeit brauchte, um mich in der Geschichte zurechtzufinden.

Doch sobald die Freundschaft zwischen Harriet und Elisabeth ihren Anfang nimmt, hat mich der Roman zunehmend in seinen Bann gezogen. Besonders berührt hat mich, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt und welche Tiefe ihre Freundschaft im Laufe der Handlung gewinnt. Iris Wolff erzählt sehr feinfühlig und schafft eine besondere, nachdenkliche Atmosphäre.

Das Ende empfand ich als realistisch und glaubwürdig – zugleich hat es mich wirklich traurig gestimmt. Vielleicht hätte ich mir an dieser Stelle etwas anderes gewünscht, aber ein Happy End wäre wahrscheinlich fehl am Platze.

Insgesamt ist „Leuchtende Schatten“ ein anspruchsvoller und berührender Roman, der vor allem durch seine Figuren und die Entwicklung der Freundschaft zwischen Harriet und Elisabeth überzeugt. Wegen des etwas schwierigen Einstiegs kann ich leider keine fünf Sterne vergeben, aber wenn es ginge, wären es 4,5…