Freundinnen

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Ein Buch, das in den Jahren 1943/44 in Rumänien spielt. Ella lebt in einer Großfamilie mit Eltern, Großmutter, Tante, Onkel, Cousine und Cousin. Ihr Leben ist einfach, aber von allem gibt es genug. Harriet wohnt mit Vater und Hausangestellten in einer alten Villa, sie ist sehr introvertiert und immer für sich. Doch irgendetwas an Harriet fasziniert Ella und sie freundet sich langsam mit ihr an. Die beiden werden beste Freundinnen, sie teilen alle Geheimnisse miteinander, die eine wie die andere wird in den jeweiligen Familien aufgenommen und durch Zufall erfährt Ella das Geheimnis um Harriets Familie, aber das schweißt die Mädchen noch enger aneinander. Der Krieg macht auch vor Hermannstadt nicht halt und Ella und Harriet werden durch kriegsbedinge Umstände getrennt. Das Buch hat viele Facetten. Es beschreibt die erste Liebe, Todesfälle durch den Krieg, Rationierungen, Einschränkungen und Zusammenhalt. Wir bekommen sehr guten Einblick in das Leben der Menschen in Herrmannstadt zur damaligen Zeit. Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben, poetisch und teilweise auch sehr melancholisch. Die Autorin versteht es gekonnt, den Leser zu fesseln, die Kapitel sind gut durchdacht und lesen sich sprachlich sehr gut in einer unaufdringlichen ruhigen Art. Auch mit diesem Buch ist Iris Wolff wieder eine gute Milieustudie gelungen. Ganz besonders schön ist das Gedicht von Bert Brecht gleich auf der ersten Seite. Das Cover zeigt rote, pralle Kirschen, in die man am liebsten hineinbeißen will, eine wirklich ansprechende Ansicht.