Geheimnisse

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ostseekind Avatar

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Leuchtende Schatten von Iris Wolff ist ein sprachlich sehr feinfühliger und atmosphärischer Roman. Besonders die poetische Sprache und die ruhigen, detaillierten Beschreibungen haben mir gut gefallen. Wolff schafft es, Stimmungen und Erinnerungen auf eine besondere Weise einzufangen.
Mit einem Unfall am See beginnt die Freundschaft zwischen Ella und Harriet. Obgleich grundverschieden, sind die beiden Mädchen einander unmittelbar zugetan. Doch Harriet hat ein Geheimnis, das sie ihrer besten Freundin lange verschweigt. Als der Krieg die Idylle ihrer Kindheit erreicht und vertraute Gewissheiten aufbricht, werden Ella und Harriet mit tiefgreifenden Verlusten konfrontiert.
Allerdings konnte mich die Geschichte nicht durchgehend fesseln. Die Handlung entwickelt sich eher langsam und stellenweise hatte ich das Gefühl, dass zu wenig passiert. Auch die Figuren blieben für mich teilweise etwas distanziert, sodass es mir nicht immer leichtfiel, eine emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Insgesamt ist Leuchtende Schatten ein anspruchsvoller und schön geschriebener Roman, der vor allem durch seine Sprache und Atmosphäre überzeugt. Für mich persönlich fehlte jedoch etwas Spannung und Nähe zu den Figuren.