Glück in sepia
Der Buchtitel "Leuchtende Schatten" scheint banal, doch erfüllt uns dieser Roman wirklich mit Licht. Schon in den ersten Sätzen flirren Licht und Schatten durch ein Klassenzimmer: eine neue Schülerin sitzt in Ellas Klasse, und Ella ist fasziniert "Ich liebte Harriet vom ersten Augenblick an...Aprilwolken zogen ruhelos über den Himmel. Die Linden trugen ihr erstes Grün...Das durch die Lindenblätter gesiebte Licht streute alle Farben in das Cremeweiß ihres Kleides." Sanft ist das, und die folgende Geschichte nimmt uns mit ins Siebenbürgen der 1940er Jahre. In das friedliche Miteinander der Ungarn, Rumänen und Deutschen wirft das Dritte Reich seine Schatten - auch in Ellas turbulente Großfamilie, das, angeführt von einer starken viersprachigen Oma, geprägt von Trubel und Selbstversorgung, ein Ort der Geborgenheit ist. Eine heile Welt, einerseits - wir Leser wissen, dass sie enden wird.
Die Mädchen finden zueinander, wir begleiten sie durch die letzten hellen Tage ihrer Welt, sie verlieren sich und ihre Heimat, aber wir bleiben mit Trost zurück. Lesen!
Die Mädchen finden zueinander, wir begleiten sie durch die letzten hellen Tage ihrer Welt, sie verlieren sich und ihre Heimat, aber wir bleiben mit Trost zurück. Lesen!