lesenswerter und emotionaler Roman

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Der Roman „Leuchtende Schatten“ von Iris Wolff hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders gelungen fand ich die Erzählweise aus der Perspektive eines Kindes. Dadurch werden die Ereignisse und politischen Veränderungen während des Zweiten Weltkriegs auf eine ganz eigene Weise vermittelt. Der Sprachstil ist dieser kindlichen Sichtweise sehr gut angepasst. Die Sprache ist einfach und verständlich, sodass man der Geschichte ohne große Anstrengung folgen kann.

Besonders emotional und eindrucksvoll fand ich die Schilderungen der Geschehnisse in Rumänien während des Zweiten Weltkriegs. Die politischen Umbrüche und ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen werden sehr anschaulich beschrieben. Dabei wird deutlich, wie sehr auch Kinder von den Ereignissen dieser Zeit geprägt werden und wie schnell sich eine zunächst unbeschwerte Kindheit verändern kann.

Auch die Freundschaft zwischen Ella und Harriet hat mir gut gefallen. Ihre enge Verbundenheit, aber auch die Herausforderungen und Geheimnisse, die ihre Beziehung begleiten, machen die Geschichte besonders berührend.

Ein weiterer positiver Aspekt waren für mich die Kapitelüberschriften. Sie waren jeweils passend gewählt und griffen den Inhalt der Kapitel auf. Dadurch konnte man die Überschriften im Verlauf der Geschichte immer wieder aufgreifen und ihren Bezug zum Geschehen erkennen.

Insgesamt ist „Leuchtende Schatten“ ein lesenswerter und emotionaler Roman, der auf einfühlsame Weise Freundschaft, Kindheit, Verlust und die Auswirkungen des Krieges miteinander verbindet. Mir hat besonders gefallen, dass Iris Wolff diese ernsten Themen in einer angenehm verständlichen und zugleich poetischen Sprache erzählt.