Pingpong aus Lesen und Denken
Melodiös, gleichzeitig kindlich naiv, und dennoch mit widererwartender Tiefe und erstaunlichem Raum für deutende Interpretationen. Iris Wolff schildert die Jahre während des Zweiten Weltkrieges in Rumänien, aus der Sicht einer Jugendlichen aus der Deutschen Minderheit. Hineingeflochten in die persönlichen Wünsche und Ängste der Protagonistin und den Menschen um sie herum werden historische Fakten; Ereignisse wie die Verschiebung der Front dringen in Ellas Bewusstsein, bedürfen jedoch der Weitsicht des Rezipienten, um final die Reichweite abzuschätzen, welche sich im nächsten Schritt wiederum auf Ellas Leben und Erleben auswirkt.
Stilistisch sowie erzähltechnisch hervorragend - ein Wechselspiel aus Lesen und Denken, das Seinesgleichen sucht - und dabei dennoch leicht und flüssig zu lesen!
Klare Lese-Empfehlung!
Stilistisch sowie erzähltechnisch hervorragend - ein Wechselspiel aus Lesen und Denken, das Seinesgleichen sucht - und dabei dennoch leicht und flüssig zu lesen!
Klare Lese-Empfehlung!