Schatten der Vergangenheit
Die Autorin Iris Wolff kennen einige wohl von der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2024, auf der sie mit „Lichtungen“ stand. In ihrem neu aufgelegten Roman „Leuchtende Schatten“ erzählt sie eine sehr persönliche Geschichte: Ausgehend von ihrer siebenbürgisch-sächsischen Herkunft beschäftigt sie sich mit dem Zweiten Weltkrieg in Rumänien und dem Leben der dortigen deutschsprachigen Minderheit. Eine Kriegsgeschichte, die für mich in vielen Teilen neu war. Dabei überrascht es mich immer wieder, dass es noch so viele bewegende Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg zu entdecken gibt. Die Handlung ist fiktiv, basiert in ihren historischen und familiären Bezügen aber auf intensiver Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte.
Wir begleiten Ella durch ihre Jugendjahre. Sie führt zunächst ein recht normales Teenagerleben, schließt eine enge Freundschaft mit dem neuen Mädchen an der Schule und entwickelt Gefühle für ihren Kindheitsfreund. Der Roman erzählt sehr ruhig und gleichzeitig lebendig. Besonders die Familiendynamik über mehrere Generationen hinweg konnte ich gut nachvollziehen und Ella bei ihren Ausfahrten ins Grüne und durch ihre Gefühlswelt begleiten.
Sehr positiv fiel mir der angenehme Schreibstil auf, der mich förmlich durch die Seiten trug. Gleichzeitig verwendet Wolff immer wieder Wörter, die man im Alltag kaum noch hört, die sich in den Text aber ganz selbstverständlich einfügen und ihn für mich bereichern.
Mein Blick auf den Zweiten Weltkrieg war bislang vor allem von den großen und mir vertrauteren Schauplätzen geprägt. Rumänien hatte ich dabei erstaunlich wenig auf dem Schirm. Auch die Geschichte der Siebenbürger Sachsen und ihre Verbindung zu Deutschland war für mich neu. Gerade diese andere Perspektive auf den Krieg hat das Buch für mich besonders interessant gemacht.
„Leuchtende Schatten“ hat mir damit einen Teil europäischer Geschichte nähergebracht, mit dem ich mich bisher kaum beschäftigt hatte. Man lernt nie aus, weshalb ich das Buch - und die Autorin generell - gerne weiterempfehle.
Wir begleiten Ella durch ihre Jugendjahre. Sie führt zunächst ein recht normales Teenagerleben, schließt eine enge Freundschaft mit dem neuen Mädchen an der Schule und entwickelt Gefühle für ihren Kindheitsfreund. Der Roman erzählt sehr ruhig und gleichzeitig lebendig. Besonders die Familiendynamik über mehrere Generationen hinweg konnte ich gut nachvollziehen und Ella bei ihren Ausfahrten ins Grüne und durch ihre Gefühlswelt begleiten.
Sehr positiv fiel mir der angenehme Schreibstil auf, der mich förmlich durch die Seiten trug. Gleichzeitig verwendet Wolff immer wieder Wörter, die man im Alltag kaum noch hört, die sich in den Text aber ganz selbstverständlich einfügen und ihn für mich bereichern.
Mein Blick auf den Zweiten Weltkrieg war bislang vor allem von den großen und mir vertrauteren Schauplätzen geprägt. Rumänien hatte ich dabei erstaunlich wenig auf dem Schirm. Auch die Geschichte der Siebenbürger Sachsen und ihre Verbindung zu Deutschland war für mich neu. Gerade diese andere Perspektive auf den Krieg hat das Buch für mich besonders interessant gemacht.
„Leuchtende Schatten“ hat mir damit einen Teil europäischer Geschichte nähergebracht, mit dem ich mich bisher kaum beschäftigt hatte. Man lernt nie aus, weshalb ich das Buch - und die Autorin generell - gerne weiterempfehle.