Von Liebe und Verlust in Siebenbürgen 1944

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Bei Ella zu Hause ist es niemals still. Sie wächst in einer Großfamilie auf, alle unter einem Dach. Sie mit ihren Eltern in einem Stockwerk, die Tante mit Onkel und ihren zwei Kindern im Stockwerk darüber. Die Oma, das absolute Matriarchat der Familie, bewohnt die Räume unterm Dach. Gegessen und gefeiert wird abwechselnd gemeinsam, die Familie ist sich sehr nah und obwohl Ella und ihre Familie in eher ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, fehlt es ihnen an nichts.

Sie wächst als deutsche Minderheit in Siebenbürgen auf, als der Zweite Weltkrieg ausbricht und auch langsam seinen Schatten bis nach Rumänien wirft. Zu einer Zeit, in der die ersten Männer an die Front abziehen und die Stimmung stets angespannter wird, taucht Harriet auf. Ein Mädchen, welches plötzlich in ihrer Klasse in der ersten Reihe sitzt. Sie ist wunderschön, geradezu anmutig, trägt immer gehobene Kleidung. Sie ist aber auch schüchtern, zurückgezogen und in sich gekehrt. Gerade diese Mischung macht sie für die meisten Kinder unnahbar, für Ella aber geht ein Zauber von ihr aus.

Durch einen unglücklichen Zufall kommen sich die beiden Mädchen näher und sind seit diesem Zeitpunkt unzertrennlich. Selbst als Ella das Geheimnis um Harriet zu wissen bekommt, weicht sie nicht von ihrer Seite. Der unaufhaltsame Fortschritt des Zweiten Weltkriegs fordert allerdings immer mehr Opfer und macht auch vor ihrer Großfamilie und ihrer Freundschaft zu Harriet keinen Halt. Bald ist für Ella nichts mehr, wie es einmal war. Einzig die Erinnerungen an eine besondere Freundschaft und an ein Haus voller Leben bleiben ihr noch.

Ein Buch, das so feinfühlig und poetisch erzählt ist über Glück, Liebe und Freundschaft, Trauer und Hoffnung. Eine absolute Leseempfehlung!