Zwischen Freundschaft und Krieg

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lea20125 Avatar

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„Leuchtende Schatten“ spielt während des Zweiten Weltkriegs in Hermannstadt und erzählt die Geschichte von Ella, die zu den Siebenbürger Sachsen gehört. Mit dieser Volksgruppe hatte ich mich vorher noch gar nicht beschäftigt und habe durch das Buch einiges über ihre Geschichte und ihre Situation während des Krieges gelernt.

Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen Ella und Harriet, die aus einer anderen Gesellschaftsschicht kommt. Trotzdem finden die beiden zueinander und ihre Freundschaft begleitet sie durch eine Zeit, in der der Krieg immer mehr Einfluss auf ihr Leben nimmt. Väter und Freunde werden eingezogen und Lehrer:innen fehlen. Auch die Frage, ob man sich zu Rumänien oder Deutschland bekennt, spielt für die Siebenbürger Sachsen eine große Rolle.

Im Laufe der Geschichte kommt dann auch ein Geheimnis von Harriet ans Licht, wodurch sich die Geschichte noch einmal verändert. Der Fokus verschiebt sich später etwas von der Freundschaft hin zu einer Liebesgeschichte und einem schweren Schicksalsschlag.

Iris Wolff schreibt sehr schön und beschreibt viele Momente und Situationen wirklich detailliert. An manchen Stellen hat sich die Geschichte für mich allerdings etwas in die Länge gezogen und ich bin nicht immer gleich gut vorangekommen. Trotzdem fand ich den historischen Hintergrund sehr interessant.
Das Ende lässt für meinen Geschmack ziemlich viel offen. Insgesamt war es für mich aber ein Buch, das mir einen Teil der Geschichte nähergebracht hat, über den ich vorher tatsächlich nicht viel wusste.