Die Streberin und der Verbrecher

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chabli Avatar

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Die 17-Jährige Avery versucht, von ihrem Mitschüler Ryle eine Waffe zu kaufen. Obwohl dieser einen sehr negativen Ruf genießt, verweigert er es. Kurz darauf wird die Leiche von Averys Exfreundin erschossen aufgefunden. Da Ryle vermutet, dass Avery ihre Finger gehabt haben könnte und Avery ihm unbedingt ihre Unschuld beweisen will, arbeiten die beiden (und Averys beste Freundin) eher unfreiwillig zusammen und versuchen, den Mörder zu finden.

Die Geschichte hat mich stark an „One Of Us Is Lying“ erinnert. Zum einen sind da die ähnlichen Titel und andererseits auch die unterschiedlichen Protagonisten. Avery ist die Tochter der Bürgermeisterin und eine absolute Einserschülerin. Ryle hingegen kommt aus sehr schwierigen Verhältnissen. Er lebt mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder in einer abrissreifen Anglerhütte und hält sich mit Nebenjobs und gelegentlichen Einbrüchen über Wasser.

Der Erzählfluss hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Man fliegt regelrecht durch die Seiten und will immer weiterlesen, um den Mordfall zu lösen. Es gibt auch einige Plotttwists, die ich nicht vorhergesehen habe.

Das Buch ist sehr gut geschrieben und sowohl für jüngere als auch ältere Thrillerleser sehr geeignet. Hier fließt kein Blut und es wird keine schlaflosen Nächte geben. Dafür das zaghafte Annähern zweier Jugendlicher aus unterschiedlichen Schichten und eine gehörige Menge Spannung.