Eritrea – Berlin – Tel Aviv

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robertp Avatar

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Am Cover sieht man dieses Googlesymbol, das den Standort kenntlich macht, dreidimensional. In der großen Öse fährt ein Lieferant. Für mich sieht es aus als würde er an der Rallye Paris-Dakkar teilnehmen oder in einem Hamsterrad ständig am selben Ort verbleiben.
Filmon braucht Geld. Als Flüchtling aus Eritrea, gestrandet in Tel Aviv möchte er gerne zu Frau und Kind nach Berlin. Seine Tochter Israel hat er noch nie im Arm gehalten, die Sehnsucht ist groß. Filmon arbeitet als Lieferant, Essenzusteller unter fremden Namen – Dora Goldberg. Niemand schaut je auf das Namensschild.
Abraham braucht auch Geld. Auch er ein Flüchtling aus Eritrea, gestrandet in Tel Aviv, hat geheiratet. Verliert die Arbeit in einer Synagoge und arbeitet nun im Lieferservice, schon länger als Filmon. Er kennt die Tricks und lehrt sie seinem Freund.
Interessant ist hier nicht nur die Welt der Rider (Zusteller) kennenzulernen, weit mehr und intimer wird es zu lernen wie sich Paare (getrennte Paare) über weite Distanzen und lange Zeiträume miteinander verständigen und ihre Liebe aufrechterhalten. So bringt der Roman auch Gefühle aufs Papier, die ich jetzt nicht erwartet hätte.