Globalisierung jenseits der Theorie
Filmon stammt eigentlich aus Eritrea. Von dort ist er jedoch geflüchtet und schlägt sich nun in Israel aus Lieferfahrer durch, während er darauf wartet, zu seiner Frau und Tochter in Deutschland ziehen zu dürfen. In der Leseprobe erfährt man etwas vom Hintergrund dieser Situation und den Einstieg ins Lieferantenleben. Auch gewinnt man einen Einblick in die Rechtlosigkeit der Migrant:innen, die am Rande der Legalität leben und so der Willkür dubioser Machenschaften ausgesetzt sind. Dennoch hat mich die Geschichte auch auf eine gewisse Art unterhalten, mich erreicht und eintauchen lassen. Auch wenn der Schreibstil am Anfang ziemlich gewöhnungsbedürftig war, weil meiner Meinung nach etwas krampfhaft versucht wurde, die Globalisierung auch im Erzählstil zu zeigen, bin ich dennoch "hooked" ;-) und möchte unbedingt weiterlesen.