Die andere Seite der Essensbestellungen
Wie sieht das Leben aus derjenigen, die unsere Essensbestellungen ausliefern? Irgendwie haben wir alle abstrakt schon mitbekommen, dass die Arbeitsbedingungen nicht gut sind, es quasi keinen Kündigungsschutz dafür umso mehr Druck gibt und die meisten Lieferanten offiziell selbstständig sind. Tomer Gardi geht dem mehr auf den Grund. Er erzählt von Lieferdiensten auf vier Kontinenten und auch, woher eigentlich die Rosen, die wir täglich kaufen können, auch im Winter stammen. Allen Protagonist*innen ist gemein, dass ihre Lebens- und Arbeitssituation (fast) prekär ist. Wie so häufig: ein abstraktes Unrecht, oft: des Kapitalismus und der sowieso Benachteiligten, an einzelnen Personen mitzuerleben, hilft. Das war auch hier wieder der Fall.
Der Schreibstil war sehr leicht zu lesen - ich bin durch die einzelnen Kapitel durchgeflogen und wollte gleich weiterlesen. Dennoch schafft Gardi es, dass jedes Kapitel und damit jede*r Protagonist*in etwas anders klingt.
Persönlich am wenigsten gefallen hat mir der Teil in Istanbul. Dort standen zwei Touristen im Vordergrund. Die treffen zwar einen Kurier, der ihnen seine Geschichte erzählt - und dabei nicht nur die Bedingungen und Gefahren für Kuriere schildert, sondern auch, wie das türkische Bildungssystem (nicht) funktioniert. Dieser Kurier und seine Präsenz tragen die Geschichte aber nicht wie bei den anderen Städten, was ich etwas schade fand.
Der Schreibstil war sehr leicht zu lesen - ich bin durch die einzelnen Kapitel durchgeflogen und wollte gleich weiterlesen. Dennoch schafft Gardi es, dass jedes Kapitel und damit jede*r Protagonist*in etwas anders klingt.
Persönlich am wenigsten gefallen hat mir der Teil in Istanbul. Dort standen zwei Touristen im Vordergrund. Die treffen zwar einen Kurier, der ihnen seine Geschichte erzählt - und dabei nicht nur die Bedingungen und Gefahren für Kuriere schildert, sondern auch, wie das türkische Bildungssystem (nicht) funktioniert. Dieser Kurier und seine Präsenz tragen die Geschichte aber nicht wie bei den anderen Städten, was ich etwas schade fand.