Fünf Sterne für dieses hervorragende beeindruckende Buch
Bisher kenne ich kein Buch das dieses lange vernachlässigte Thema behandelt.
Wer macht sich schon Gedanken, wenn er ein Essen bestellt, über den Menschen, der es ihm liefert? Ich persönlich habe noch nie die Dienste eines Essenlieferanten in Anspruch genommen. Bei uns auf dem Land gibt es auch keine sogenannten Rider.
Bei diesen Menschen handelt es sich vorwiegend um Migranten mit gar keinen oder sehr schlechten deutschen Sprachkenntnissen. Die meisten arbeiten wahrscheinlich unangemeldet und sicher alle für eine lächerliche Bezahlung.
Der israelische Autor Tomer Gardi erzählt in seinem Roman „Liefern“ in sechs Episoden Geschichten über Ausbeutung, Verzweiflung und Rassismus. Fünf davon handeln von den Riders. Ob die Geschichten nun in Tel Aviv (hier beginnt das Buch), Istanbul, Dehli, Buenos Aires oder in unserer Hauptstadt spielen – der Zwang zum Geldverdienen ist bei allen Fahrern der Hauptgrund für ihre Tätigkeit.
Da in jeder Episode explizit einzelne Personen, ihre Familien und Lebensumstände, dargestellt werden, bekommen diese mehr Aufmerksamkeit und wecken das Mitgefühl der Lesenden.
Da das letzte Kapitel aus der Reihe fällt, will ich näher darauf eingehen:
Hier spielt die Geschichte auf einer Rosenfarm in Kenia. Wir lernen die junge Akiny, eine der Pflückerinnen, kennen. Die Arbeiterinnen arbeiten für eine geringe Bezahlung und der Ungewissheit, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten werden. Gerade ist die Valentine´s Ernte, das Hauptgeschäft, zu Ende. Drei Millionen Rosen konnte die Firma Naivasha Bloom bis zu diesem Tag in alle Welt liefern.
Der Manager der Firma hält eine Rede, bedankt sich bei den Mitarbeitern betont aber auch, dass nicht alle nach der Saison weiterbeschäftigt werden können. Es werden die Namen derjenigen verlesen, die bleiben dürfen……
Zwei Tage später geht Akiny in ihrem neuen Abendkleid auf die Valentine´s Party. Sie bittet einen Investor aus Indien um einen Tanz.
Hier endet das Buch.
Der großartige Autor regt den Leser zum Nachdenken an. Er hat es mit seinem Buch geschafft, Menschen in aller Welt Einblicke in Bereiche zu geben, die ihnen absolut fremd sind. Mir wird das Gelesene noch lange beschäftigen.
Fünf Sterne für dieses hervorragende beeindruckende Buch.
Wer macht sich schon Gedanken, wenn er ein Essen bestellt, über den Menschen, der es ihm liefert? Ich persönlich habe noch nie die Dienste eines Essenlieferanten in Anspruch genommen. Bei uns auf dem Land gibt es auch keine sogenannten Rider.
Bei diesen Menschen handelt es sich vorwiegend um Migranten mit gar keinen oder sehr schlechten deutschen Sprachkenntnissen. Die meisten arbeiten wahrscheinlich unangemeldet und sicher alle für eine lächerliche Bezahlung.
Der israelische Autor Tomer Gardi erzählt in seinem Roman „Liefern“ in sechs Episoden Geschichten über Ausbeutung, Verzweiflung und Rassismus. Fünf davon handeln von den Riders. Ob die Geschichten nun in Tel Aviv (hier beginnt das Buch), Istanbul, Dehli, Buenos Aires oder in unserer Hauptstadt spielen – der Zwang zum Geldverdienen ist bei allen Fahrern der Hauptgrund für ihre Tätigkeit.
Da in jeder Episode explizit einzelne Personen, ihre Familien und Lebensumstände, dargestellt werden, bekommen diese mehr Aufmerksamkeit und wecken das Mitgefühl der Lesenden.
Da das letzte Kapitel aus der Reihe fällt, will ich näher darauf eingehen:
Hier spielt die Geschichte auf einer Rosenfarm in Kenia. Wir lernen die junge Akiny, eine der Pflückerinnen, kennen. Die Arbeiterinnen arbeiten für eine geringe Bezahlung und der Ungewissheit, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten werden. Gerade ist die Valentine´s Ernte, das Hauptgeschäft, zu Ende. Drei Millionen Rosen konnte die Firma Naivasha Bloom bis zu diesem Tag in alle Welt liefern.
Der Manager der Firma hält eine Rede, bedankt sich bei den Mitarbeitern betont aber auch, dass nicht alle nach der Saison weiterbeschäftigt werden können. Es werden die Namen derjenigen verlesen, die bleiben dürfen……
Zwei Tage später geht Akiny in ihrem neuen Abendkleid auf die Valentine´s Party. Sie bittet einen Investor aus Indien um einen Tanz.
Hier endet das Buch.
Der großartige Autor regt den Leser zum Nachdenken an. Er hat es mit seinem Buch geschafft, Menschen in aller Welt Einblicke in Bereiche zu geben, die ihnen absolut fremd sind. Mir wird das Gelesene noch lange beschäftigen.
Fünf Sterne für dieses hervorragende beeindruckende Buch.