Harter Job

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lisaliestgern Avatar

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In dem Buch wird vom Leben von Menschen, die im Lieferdienst arbeiten, erzählt. Nicht nur in Deutschland, in diesem Fall Berlin, sondern auch in Neu Delhi, Tel Aviv, Istanbul, Buenos Aires. Die Bedingungen sind überall ähnliche: Man muss in diesem gefährlichen Job schnell und flexibel sein und bekommt wenig Geld dafür. Wir lesen nicht nur über die Arbeit der "Rider", sondern auch über ihr privates Leben, ihre Vergangenheit und ihre Träume für die Zukunft. Kaum jemand hat sich diesen Beruf freiwillig ausgesucht, und die meisten haben eine andere Ausbildung und hatten andere Karrierepläne. Alle im Buch stehen in irgendeiner engeren Verbindung oder einer Verbindung über mehrere Ecken zueinander. Die letzten Kapitel gehen über ein Mädchen in Kenia, das versucht, einen Job in einer der großen Plantagen zu erhalten, welche Schnittblumen für die ganze Welt anbauen.
Alle diese Geschichten sind spannend erzählt und ergreifend. Dem Leser wird bewusst gemacht, dass hinter jedem gesichts- und namenlosen Lieferanten ein Mensch steckt mit seiner ganz eigenen Geschichte, mit einer Familie und Vorstellungen für die Zukunft. Die Geschichten enden alle abrupt, ich hätte manche der Schicksale noch gerne weiterverfolgt. Andererseits waren es mir zu viele Personen und deren Hintergründe. Irgendwann wurde es anstrengend, den Überblick zu behalten und nachzuvollziehen, wer denn nun wo und wie mit wem in Verbindung stand.