mehr Interesse an Lieferanten
Lieferanten sind überall – und doch nimmt man sie kaum wahr. Genau das ändert Tomer Gardi mit seinem Roman Liefern. Das Buch hat mich wirklich beeindruckt, weil es einer Gruppe von Menschen eine Stimme gibt, mit der man sich sonst viel zu selten beschäftigt.
Schon das Cover ist ein echter Hingucker: der knallblaue Hintergrund, darauf der Lieferant in einem orangen Pfeil, der an Google Maps erinnert. Dieses Motiv passt perfekt zum Inhalt, denn genauso wie die Lieferanten ständig unterwegs sind, kommt man auch beim Lesen viel herum – geografisch wie emotional. Man reist durch verschiedene Städte und Kontinente und taucht immer tiefer in die Leben der Protagonist*innen ein.
Der Roman verknüpft mehrere Geschichten zu einem großen, weltumspannenden Mosaik. Da ist Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflohen ist und als Lieferant unter falschem Namen arbeitet, immer in der Angst, entdeckt zu werden. Sein Ziel ist es, genug Geld zu verdienen, um seine Familie nach Berlin zu holen. Parallel dazu begleiten wir seine Frau und Tochter beim Deutschlernen, eine Lehrerin, die nach Delhi reist, eine Liebesgeschichte, die Kontinente verbindet, und einen Erzähler, der von Istanbul bis Buenos Aires unterwegs ist. All diese Episoden greifen ineinander und zeigen, wie eng unsere Welt eigentlich verbunden ist – auch wenn sie sich für viele Menschen so zerbrechlich anfühlt.
Liefern erzählt von Ausbeutung, Rassismus und Unsicherheit, aber auch von Liebe, Hoffnung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Der Roman ist politisch, international und gleichzeitig erstaunlich leichtfüßig geschrieben. Manche Passagen fordern Aufmerksamkeit, aber gerade das macht das Lesen interessant.
Für mich ist Liefern ein sehr lesenswerter, kluger Roman, der den Blick auf den Alltag – und auf die Menschen, die ihn am Laufen halten – nachhaltig verändert. Ein starkes Buch, dem ich gerne 4 Sterne gebe.
Schon das Cover ist ein echter Hingucker: der knallblaue Hintergrund, darauf der Lieferant in einem orangen Pfeil, der an Google Maps erinnert. Dieses Motiv passt perfekt zum Inhalt, denn genauso wie die Lieferanten ständig unterwegs sind, kommt man auch beim Lesen viel herum – geografisch wie emotional. Man reist durch verschiedene Städte und Kontinente und taucht immer tiefer in die Leben der Protagonist*innen ein.
Der Roman verknüpft mehrere Geschichten zu einem großen, weltumspannenden Mosaik. Da ist Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflohen ist und als Lieferant unter falschem Namen arbeitet, immer in der Angst, entdeckt zu werden. Sein Ziel ist es, genug Geld zu verdienen, um seine Familie nach Berlin zu holen. Parallel dazu begleiten wir seine Frau und Tochter beim Deutschlernen, eine Lehrerin, die nach Delhi reist, eine Liebesgeschichte, die Kontinente verbindet, und einen Erzähler, der von Istanbul bis Buenos Aires unterwegs ist. All diese Episoden greifen ineinander und zeigen, wie eng unsere Welt eigentlich verbunden ist – auch wenn sie sich für viele Menschen so zerbrechlich anfühlt.
Liefern erzählt von Ausbeutung, Rassismus und Unsicherheit, aber auch von Liebe, Hoffnung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Der Roman ist politisch, international und gleichzeitig erstaunlich leichtfüßig geschrieben. Manche Passagen fordern Aufmerksamkeit, aber gerade das macht das Lesen interessant.
Für mich ist Liefern ein sehr lesenswerter, kluger Roman, der den Blick auf den Alltag – und auf die Menschen, die ihn am Laufen halten – nachhaltig verändert. Ein starkes Buch, dem ich gerne 4 Sterne gebe.