Mit den Ridern in der Welt unterwegs
Tomer Gardis Roman ist weit mehr als eine Erzählung über Essensausfahrer – er ist eine scharfe literarische Analyse der globalisierten Plattformökonomie. In sechs Kapiteln, die auf unterschiedlichen Kontinenten spielen, macht Gardi sichtbar, wie gleichförmig die Bedingungen für „Rider“ weltweit geworden sind: permanenter Zeitdruck, unsichere Beschäftigung, geringe Bezahlung und minimale soziale Absicherung sind keine Ausnahmen, sondern das System.
Besonders eindrücklich zeigt der Roman, wie begrenzt der Spielraum für Widerstand ist. Eine Figur versucht, seine Kolleg:innen über WhatsApp-Gruppen zu organisieren, um ihnen mehr Gehör und bessere Arbeitsbedingungen zu verschaffen. Kurz entsteht der Eindruck von Solidarität und kollektiver Selbstermächtigung – doch das Unternehmen bringt ihn schließlich wieder auf Linie. Gardi legt damit schonungslos offen, wie mächtig die Marktmechanismen sind und wie effektiv sie abweichendes Verhalten neutralisieren.
Politisch brisant ist das Buch vor allem deshalb, weil es zeigt, wie schwer man dieser Ökonomie überhaupt ausweichen kann. Lieferdienste sind allgegenwärtig, bequem und tief in unseren Alltag eingebettet – und genau deshalb werden ihre sozialen Kosten viel zu selten hinterfragt. Gardi zwingt die Leser:innen, diese Bequemlichkeit zu reflektieren und die menschlichen Konsequenzen mitzudenken.
Gleichzeitig bleibt „Liefern“ kein reines Anklagebuch. Der Roman erzählt auch von Freundschaft, Loyalität, Liebe und den kleinen Momenten von Wärme zwischen den Fahrten. Diese Verbindung von Empathie und Kritik macht das Buch literarisch überzeugend und politisch wirksam.
„Liefern“ ist ein gut geschriebener, aktueller Roman über eine Entwicklung, die unsere Arbeitswelt bereits tiefgreifend verändert hat. Er schärft den Blick für die Menschen hinter den Apps und fordert dazu auf, ein System zu hinterfragen, das wir täglich nutzen – oft ohne darüber nachzudenken.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für moderne Arbeitswelten, Globalisierung und soziale Gerechtigkeit interessieren.
Das Cover enthält als prägendes Merkmal das weltweit geltende Icon einer Standortmarkierung. Das kennt fast jeder und damit ist der Erkennungswert ungewöhnlich hoch.
Besonders eindrücklich zeigt der Roman, wie begrenzt der Spielraum für Widerstand ist. Eine Figur versucht, seine Kolleg:innen über WhatsApp-Gruppen zu organisieren, um ihnen mehr Gehör und bessere Arbeitsbedingungen zu verschaffen. Kurz entsteht der Eindruck von Solidarität und kollektiver Selbstermächtigung – doch das Unternehmen bringt ihn schließlich wieder auf Linie. Gardi legt damit schonungslos offen, wie mächtig die Marktmechanismen sind und wie effektiv sie abweichendes Verhalten neutralisieren.
Politisch brisant ist das Buch vor allem deshalb, weil es zeigt, wie schwer man dieser Ökonomie überhaupt ausweichen kann. Lieferdienste sind allgegenwärtig, bequem und tief in unseren Alltag eingebettet – und genau deshalb werden ihre sozialen Kosten viel zu selten hinterfragt. Gardi zwingt die Leser:innen, diese Bequemlichkeit zu reflektieren und die menschlichen Konsequenzen mitzudenken.
Gleichzeitig bleibt „Liefern“ kein reines Anklagebuch. Der Roman erzählt auch von Freundschaft, Loyalität, Liebe und den kleinen Momenten von Wärme zwischen den Fahrten. Diese Verbindung von Empathie und Kritik macht das Buch literarisch überzeugend und politisch wirksam.
„Liefern“ ist ein gut geschriebener, aktueller Roman über eine Entwicklung, die unsere Arbeitswelt bereits tiefgreifend verändert hat. Er schärft den Blick für die Menschen hinter den Apps und fordert dazu auf, ein System zu hinterfragen, das wir täglich nutzen – oft ohne darüber nachzudenken.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für moderne Arbeitswelten, Globalisierung und soziale Gerechtigkeit interessieren.
Das Cover enthält als prägendes Merkmal das weltweit geltende Icon einer Standortmarkierung. Das kennt fast jeder und damit ist der Erkennungswert ungewöhnlich hoch.