Rider rund um die Welt

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lena-liest Avatar

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Wie Titel und Cover schon vermuten lassen, handelt das Buch von verschiedenen Essenslieferanten und ihrem Leben.
Der Schreibstil ist relativ flüssig und so konnte ich das Buch zügig lesen. Obwohl der doch zum Teil ziemlich triste Alltag der Lieferfahrer beschrieben wird, ist die Geschichte nicht langweilig geworden. Im richtigen Moment enden die Kapitel. Ich dachte zeitweise, ob es sich nicht vielleicht doch um Kurzgeschichten handelt. Mir gefällt besonders, dass aus verschiedenen Geschichten, aus unterschiedlichen Teilen der Welt ein Puzzle zusammengesetzt wird. Es wird schön verdeutlicht, wie doch irgendwie alles miteinander zusammenhängt.
Es gibt allerdings wirklich sehr viele Figuren und dort den Überblick zu behalten, fand ich manchmal schwierig. Es gibt auch nicht einen Protagonisten, sondern es werden mehrere Personen in die Erzählerfunktion und den Mittelpunkt gerückt. Dadurch fehlte mir eine Figur, die man als Leser richtig kennenlernen und sich mit ihr identifizieren kann. Auch fügen sich nicht alle Geschichten in das Puzzle ein, sodass einige Erzählstränge leider auf der Strecke bleiben. Aber das ist wahrscheinlich so gewollt.
Trotzdem finde ich das Buch lesenswert, insbesondere weil es authentische Einblicke in den Job der Rider und in das System hinter den Apps liefert.