Super interessant!
Liefern von Tomer Gardi hat mich überrascht, weil es einen so alltäglichen, fast unscheinbaren Job, das Ausliefern von Essen, nimmt und daraus ein globales Portrait unserer Zeit macht. Der Autor verwebt mehrere Episoden aus verschiedenen Metropolen zu einem Gesamtbild, in dem die Lebensrealität von Essenslieferanten erzählt wird: von Menschen, die täglich in Städten wie Tel Aviv, Delhi, Istanbul oder Buenos Aires unterwegs sind und deren Geschichte zugleich von Rassismus, prekären Arbeitsverhältnissen und dem Wunsch nach Verbundenheit berichtet.
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist seine vielstimmige und bewegliche Erzählstruktur. Gardi verzichtet auf eine klassische, lineare Handlung und nutzt stattdessen sechs miteinander verknüpfte Perspektiven, die jeweils neue Facetten der globalisierten Alltagsökonomie und der Menschen zeigen, die darin stecken. So lernen wir beispielsweise Filmon, einen Geflüchteten aus Eritrea in Tel Aviv kennen, der zwischen dem Wunsch nach Geld und dem Bedürfnis, seiner Familie nahe zu sein, hin- und hergerissen ist. Gleichzeitig verfolgen wir, wie sich das Leben anderer Figuren, etwa einer Deutschlernenden in Delhi oder der Familie eines Argentiniers in Buenos Aires, entwickelt.
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist seine vielstimmige und bewegliche Erzählstruktur. Gardi verzichtet auf eine klassische, lineare Handlung und nutzt stattdessen sechs miteinander verknüpfte Perspektiven, die jeweils neue Facetten der globalisierten Alltagsökonomie und der Menschen zeigen, die darin stecken. So lernen wir beispielsweise Filmon, einen Geflüchteten aus Eritrea in Tel Aviv kennen, der zwischen dem Wunsch nach Geld und dem Bedürfnis, seiner Familie nahe zu sein, hin- und hergerissen ist. Gleichzeitig verfolgen wir, wie sich das Leben anderer Figuren, etwa einer Deutschlernenden in Delhi oder der Familie eines Argentiniers in Buenos Aires, entwickelt.