Unsichtbare Wege
In "Liefern" erzählt Tomer Gardi von Menschen, die für Lieferdienste in Städten wie Tel Aviv, Delhi, Istanbul, Berlin, Buenos Aires oder Kenia unterwegs sind. Anhand ihrer Erlebnisse und Geschichten wird die Lebenswirklichkeit der Menschen gezeigt, denen wir täglich begegnen ohne uns weiter Gedanken über sie zu machen.
Die erste Figur ist Filmon aus Erithrea, der in Tel Aviv als Lieferfahrer arbeitet. Seine Familie lebt bereits in Deutschland und er hofft, irgendwann nachreisen zu dürfen. Wie auch bei allen anderen Figuren des Romans dreht sich sein Leben um lange Arbeitstage, wenig Geld und die Hoffnung auf ein besseres Leben.
Zunächst scheinen die einzelnen Episoden eigenständig. Im Laufe des Buches, entstehen aber Überlappungen. Gardi hat ein gutes Gefühl für die Menschen und das Liefergewerbe. Dadurch wirken die Umstände sehr realistisch und nachvollziehbar. Natürlich ist vieles im Grunde bekannt: die schlechten Arbeitsbedingungen, der umweltschädliche Überkonsum, die Ausbeutung der Menschen.
Stilistisch bin ich nicht ganz überzeugt. Durch die vielen Episoden und wechselnden Blickwinkel bleibt vieles oberflächlich und offen.
Insgesamt ist "Liefern" ein Roman mit einem sehr aktuellen Thema und vielen interessanten Perspektiven, auch wenn die episodische Struktur nicht ideal umgesetzt ist.
Die erste Figur ist Filmon aus Erithrea, der in Tel Aviv als Lieferfahrer arbeitet. Seine Familie lebt bereits in Deutschland und er hofft, irgendwann nachreisen zu dürfen. Wie auch bei allen anderen Figuren des Romans dreht sich sein Leben um lange Arbeitstage, wenig Geld und die Hoffnung auf ein besseres Leben.
Zunächst scheinen die einzelnen Episoden eigenständig. Im Laufe des Buches, entstehen aber Überlappungen. Gardi hat ein gutes Gefühl für die Menschen und das Liefergewerbe. Dadurch wirken die Umstände sehr realistisch und nachvollziehbar. Natürlich ist vieles im Grunde bekannt: die schlechten Arbeitsbedingungen, der umweltschädliche Überkonsum, die Ausbeutung der Menschen.
Stilistisch bin ich nicht ganz überzeugt. Durch die vielen Episoden und wechselnden Blickwinkel bleibt vieles oberflächlich und offen.
Insgesamt ist "Liefern" ein Roman mit einem sehr aktuellen Thema und vielen interessanten Perspektiven, auch wenn die episodische Struktur nicht ideal umgesetzt ist.