Beas Suche nach dem Licht

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Inhalt
Der Planet Irpa ist eine Welt ohne Sonne. Das Licht wird künstlich erzeugt. Hier lebt die junge Bea bei ihrem Großvater, dem Zauber-Eber und Hüter der „Ewigen Flamme“. Als dieser plötzlich verschwindet, macht sich das Mädchen zusammen mit ihrem Kater Nim auf die Suche nach ihm. Dabei trifft sie auf Cad, den Galdurier, der die Hilfe des Großvaters für eine Übersetzung benötigt. Zusammen gehen sie weite Wege und lernen die verschiedenen Wesen Irpas kennen. Dabei kommen sie einer riesengroßen Verschwörung rund um die Sonne und ihr Licht auf die Spur. Gut, dass Bea die „Ewige Flamme“ bei sich trägt – oder doch nicht?


Meinung
Das ist leider erst das erste von insgesamt vier Comicbüchern, die bisher noch nicht alle übersetzt wurden. Leider, denn es handelt sich um eine wunderschön gezeichnete, gefühlvolle und spannende Geschichte, die für quasi jedes Alter geeignet ist. Die Zeichnungen sind, wenn es um Bea geht, immer sehr hell und freundlich angelegt, überaus detailreich und mit viel Liebe gezeichnet worden. Daneben gibt es auch dunkle, in Graufarben gehaltene Kapitel, die aber nur kurz sind. In ihnen wird eine düstere Hintergrundgeschichte angedeutet, die sich jedoch noch nicht vollends entschlüsseln lässt, aber deutlich macht, dass wir es mit einem gefährlichen Gegner zu tun haben, der nichts Gutes für alle anderen bereithalten wird. Ein wenig war ich an eine Mischung aus „Der dunkle Kristall“ und Studio Ghibli erinnert.
Bea nun lebt ein für sie recht normales Leben bei ihrem Adoptivgroßvater, den sie sehr gern hat. Sie unterstützt ihn bei seinen alltäglichen Aufgaben, weil er recht vergesslich ist. Daher macht sie sich große Sorgen um ihn. Generell macht sie sich viele Sorgen und hat noch nicht viel Zutrauen zu sich gefunden. Dass sie Cad kennenlernt, ist ein großer Segen für sie, denn Irpa ist nicht nur wegen der düsteren Gegner gefährlich. Es warten diverse Wesen, nicht zuletzt Riesenkrabben oder gewisse Diebe, auf sie, denen sie allein nicht gewachsen wäre. Und Cad ist noch mehr, er ist ein Freund in allen Lebenslagen, stets offen für alles und immer gut gelaunt. Zuversichtlich stürzt er sich in den Tag, weiß aber auch Gefahren zu erkennen und seine schützende Hand über Bea zu halten.
Die Handlung schreitet nach und nach und sehr abwechslungsreich voran; von ruhigeren Wanderungen oder einer Pause in einem Wirtshaus geht es oft nahtlos in kleinere Kämpfe und Scharmützel über. Nichts ist zu düster für junge Leser ab zehn und selbst die sprechenden Schädel können mit einem Augenzwinkern gesehen und gelesen werden. Bea und Cad wachsen zusammen und das Mädchen weiß eine Menge von ihrem Freund zu lernen. Es war süß gemacht, wie ihre Wandlung dargestellt wurde.
Es ist schwer zu entscheiden, was beeindruckender ist, die Handlung oder die Zeichnungen. Beides spielt harmonisch zusammen und wirkt auch nur gemeinsam. Die Bilder unterstützen die Handlung, schaffen Raum für Atmosphäre und stetig ist die große Phantasie des Erdenkers Irpas zu spüren. Es ist zu hoffen, dass in den Fortsetzungen noch mehr von der Welt zu sehen sein wird.
„Das verlorene Licht“ ist ein kleines Juwel und wird sehr gern weiterempfohlen.