Bewegendes Porträt
Liliana Rivera Garza war klug, redegewandt und voller Lebensfreude. Eine junge Frau mit großen Träumen, Architekturstudentin, schwimmbegeistert, gerne unter Menschen. Doch hinter diesem strahlenden Leben verbarg sich eine toxische Beziehung, die in einem Femizid endete: Liliana wurde von ihrem Ex-Partner ermordet. Bis heute ist er auf freiem Fuß.
Liliana liebte das Schreiben und bewahrte vieles davon auf. Notizbücher, Briefe, Tagebucheinträge, lose Gedanken, festgehaltene Gefühle. Aus diesem sehr persönlichen Archiv rekonstruiert ihre Schwester Christina Rivera Garza Lilianas Leben und gibt ihr eine Stimme zurück. Ergänzt wird dieses Material durch Erinnerungen von Freund*innen sowie offizielle Dokumente und Zeitungsartikel. Auf dieser Grundlage entsteht „Lilianas unvergänglicher Sommer“ (Ü: Johanna Schwering), ein bewegendes Porträt einer jungen Frau, deren Leben viel zu früh beendet wurde.
Das Buch erzählt Lilianas Geschichte von der Kindheit über Jugend und Studium bis hin zu der Beziehung mit dem späteren Ex-Partner. Besonders berührend ist die Art, wie Christina Rivera Garza erzählt: Lilianas eigene Worte stehen neben sachlichen Dokumenten und den Erinnerungen der Menschen, die sie kannten und liebten. Dadurch entsteht ein vielschichtiges, lebendiges Bild, nicht nur von der Tat, sondern vor allem von Liliana als Mensch. Man beginnt zu verstehen, was sie ausmachte, wovon sie träumte und was sie sich vom Leben erhoffte. Und man erlebt, wie sich die Beziehung langsam verändert: wie Kontrolle leise beginnt, wie diese starke, kluge Frau ihre Angst für sich behält, und wie die Beziehung immer mehr eskalierte.
An manchen Stellen hätte ich mir eine chronologische Ordnung gewünscht, gleichzeitig mochte ich gerade diese fragmentarische Struktur sehr. Ich hatte das Gefühl, einen guten Einblick in Lilianas Gedankenwelt bekommen und sie wirklich "kennengelernt" zu haben.
Mit „Lilianas unvergänglicher Sommer“ hat Christina Rivera Garza ein sehr persönliches, lesenswertes Buch über Verlust geschrieben. Sie macht sichtbar, dass hinter jedem Femizid ein Mensch steht. Eine Frau mit einer Geschichte, die nicht vergessen werden darf.
Liliana liebte das Schreiben und bewahrte vieles davon auf. Notizbücher, Briefe, Tagebucheinträge, lose Gedanken, festgehaltene Gefühle. Aus diesem sehr persönlichen Archiv rekonstruiert ihre Schwester Christina Rivera Garza Lilianas Leben und gibt ihr eine Stimme zurück. Ergänzt wird dieses Material durch Erinnerungen von Freund*innen sowie offizielle Dokumente und Zeitungsartikel. Auf dieser Grundlage entsteht „Lilianas unvergänglicher Sommer“ (Ü: Johanna Schwering), ein bewegendes Porträt einer jungen Frau, deren Leben viel zu früh beendet wurde.
Das Buch erzählt Lilianas Geschichte von der Kindheit über Jugend und Studium bis hin zu der Beziehung mit dem späteren Ex-Partner. Besonders berührend ist die Art, wie Christina Rivera Garza erzählt: Lilianas eigene Worte stehen neben sachlichen Dokumenten und den Erinnerungen der Menschen, die sie kannten und liebten. Dadurch entsteht ein vielschichtiges, lebendiges Bild, nicht nur von der Tat, sondern vor allem von Liliana als Mensch. Man beginnt zu verstehen, was sie ausmachte, wovon sie träumte und was sie sich vom Leben erhoffte. Und man erlebt, wie sich die Beziehung langsam verändert: wie Kontrolle leise beginnt, wie diese starke, kluge Frau ihre Angst für sich behält, und wie die Beziehung immer mehr eskalierte.
An manchen Stellen hätte ich mir eine chronologische Ordnung gewünscht, gleichzeitig mochte ich gerade diese fragmentarische Struktur sehr. Ich hatte das Gefühl, einen guten Einblick in Lilianas Gedankenwelt bekommen und sie wirklich "kennengelernt" zu haben.
Mit „Lilianas unvergänglicher Sommer“ hat Christina Rivera Garza ein sehr persönliches, lesenswertes Buch über Verlust geschrieben. Sie macht sichtbar, dass hinter jedem Femizid ein Mensch steht. Eine Frau mit einer Geschichte, die nicht vergessen werden darf.