Jugendthriller mit etwas abruptem Ende
Worum geht’s?
Als Jenna spurlos verschwindet, steht die Welt ihrer drei besten Freunde plötzlich still. Eine verzweifelte Suche beginnt – doch Connor, Matt und Alena haben Geheimnisse, die das Verschwinden ihrer Freundin nicht ganz so unverdächtig machen, wie sie die Welt glauben lassen wollen.
Meine Meinung:
Debüts zu entdecken, steht seit Jahren immer wieder auf meiner To Do Liste für mein Lesejahr, weshalb ich mir dieses Jahr unbedingt einige Bücher aus dieser Kategorie vornehmen wollte. Bei diesem hier war ich auch grundsätzlich begeistert, lediglich das letzte Drittel war in meinen Augen etwas schwächer als erwartet.
Die wechselnden Perspektiven und die primäre Ungewissheit haben mich überwiegend gut unterhalten können, da ich definitiv wissen wollte, was tatsächlich passiert war und wer schlussendlich ein Täter oder eine Täterin sein könnte. Leider hat sich die durch Ahnungslosigkeit bedingte Spannung bei mir nach gut der Hälfte des Buches dann langsam verabschiedet, da die Andeutungen relativ deutlich waren und ich mir somit mehr oder weniger denken konnte, was passiert ist und wer verantwortlich war. Für einen Jugendthriller finde ich das gar nicht so schlimm, ein krasser Plottwist ist zumindest in diesem Genre für mich nicht zwingend notwendig, um eine Geschichte trotzdem spannend zu lesen für mich zu machen.
Ganz große Emotionen haben die Figuren bei mir leider nicht ausgelöst, dafür kamen die Sprünge zwischen ihren Perspektiven für meinen Geschmack etwas zu häufig vor. Auch das hat mich gar nicht so sehr gestört, da ich bei Büchern mit vergleichsweise vielen Figuren und keiner klar zugeordneten Protagonistenrolle ohnehin nur selten auf einen Charakter einschieße, von dem ich dann besondere Tiefe erwarten würde. Somit konnten meine Erwartungen gar nicht enttäuscht werden, zumal so auch über einen langen Zeitraum hinweg eine gewisse Aura der Ungewissheit beibehalten werden konnte.
Thematisch war dieses Buch vor allem in Hinblick auf die Kernbotschaft, die über den Thrilleraspekt hinaus ging wichtig, auch wenn mich die Umsetzung des Themas Opfer- und Gewaltschutz insbesondere zum Schluss hin eher irritiert hat. So wichtig wie diese Aussagen und das Ende auch waren, die Kampfansage an das Patriarchat kam für mich ehrlicherweise fast schon aus dem Nichts heraus und hat daher irgendwie etwas zusammenhanglos im Raum gestanden, insbesondere wenn man beachtet, von welcher Figur sie ausging. Der Schluss hat mich daher durchaus ein wenig irritiert, auch wenn die Botschaft wirklich wichtig war und ich sie rein inhaltlich nicht kleinreden möchte.
Fazit:
Dieses Jugendthrillerdebüt ist in meinen Augen auf jeden Fall gelungen, auch wenn ich als großer Krimi- und Thrillerfan sicherlich eigentlich mehr Spannung gewöhnt bin und hier daher nicht wirklich überrascht werden konnte. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte sehr spannend zu verfolgen, weshalb ich schon gespannt auf weitere Bücher der Autorin warte.
Dafür gibt es noch vier Bücherstapel von mir.
Als Jenna spurlos verschwindet, steht die Welt ihrer drei besten Freunde plötzlich still. Eine verzweifelte Suche beginnt – doch Connor, Matt und Alena haben Geheimnisse, die das Verschwinden ihrer Freundin nicht ganz so unverdächtig machen, wie sie die Welt glauben lassen wollen.
Meine Meinung:
Debüts zu entdecken, steht seit Jahren immer wieder auf meiner To Do Liste für mein Lesejahr, weshalb ich mir dieses Jahr unbedingt einige Bücher aus dieser Kategorie vornehmen wollte. Bei diesem hier war ich auch grundsätzlich begeistert, lediglich das letzte Drittel war in meinen Augen etwas schwächer als erwartet.
Die wechselnden Perspektiven und die primäre Ungewissheit haben mich überwiegend gut unterhalten können, da ich definitiv wissen wollte, was tatsächlich passiert war und wer schlussendlich ein Täter oder eine Täterin sein könnte. Leider hat sich die durch Ahnungslosigkeit bedingte Spannung bei mir nach gut der Hälfte des Buches dann langsam verabschiedet, da die Andeutungen relativ deutlich waren und ich mir somit mehr oder weniger denken konnte, was passiert ist und wer verantwortlich war. Für einen Jugendthriller finde ich das gar nicht so schlimm, ein krasser Plottwist ist zumindest in diesem Genre für mich nicht zwingend notwendig, um eine Geschichte trotzdem spannend zu lesen für mich zu machen.
Ganz große Emotionen haben die Figuren bei mir leider nicht ausgelöst, dafür kamen die Sprünge zwischen ihren Perspektiven für meinen Geschmack etwas zu häufig vor. Auch das hat mich gar nicht so sehr gestört, da ich bei Büchern mit vergleichsweise vielen Figuren und keiner klar zugeordneten Protagonistenrolle ohnehin nur selten auf einen Charakter einschieße, von dem ich dann besondere Tiefe erwarten würde. Somit konnten meine Erwartungen gar nicht enttäuscht werden, zumal so auch über einen langen Zeitraum hinweg eine gewisse Aura der Ungewissheit beibehalten werden konnte.
Thematisch war dieses Buch vor allem in Hinblick auf die Kernbotschaft, die über den Thrilleraspekt hinaus ging wichtig, auch wenn mich die Umsetzung des Themas Opfer- und Gewaltschutz insbesondere zum Schluss hin eher irritiert hat. So wichtig wie diese Aussagen und das Ende auch waren, die Kampfansage an das Patriarchat kam für mich ehrlicherweise fast schon aus dem Nichts heraus und hat daher irgendwie etwas zusammenhanglos im Raum gestanden, insbesondere wenn man beachtet, von welcher Figur sie ausging. Der Schluss hat mich daher durchaus ein wenig irritiert, auch wenn die Botschaft wirklich wichtig war und ich sie rein inhaltlich nicht kleinreden möchte.
Fazit:
Dieses Jugendthrillerdebüt ist in meinen Augen auf jeden Fall gelungen, auch wenn ich als großer Krimi- und Thrillerfan sicherlich eigentlich mehr Spannung gewöhnt bin und hier daher nicht wirklich überrascht werden konnte. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte sehr spannend zu verfolgen, weshalb ich schon gespannt auf weitere Bücher der Autorin warte.
Dafür gibt es noch vier Bücherstapel von mir.